NDR Info Nachrichten vom 04.09.2019:

Britisches Parlament für Brexit-Verschiebung

London: Das britische Parlament hat für ein Gesetz zur erneuten Verschiebung des Brexit gestimmt. Er soll nun erst am 31. Januar kommenden Jahres erfolgen, falls es vorher keinen Ausstiegsvertrag gibt. Das Parlament stellte sich damit gegen Premierminister Johnson, der Großbritannien spätestens bis zum 31. Oktober aus der EU führen will und dafür auch einen Brexit ohne Vertrag in Kauf nehmen würde. Das Gesetz muss nun noch vom Oberhaus gebilligt werden. Als Reaktion auf die Parlamentsentscheidung beantragte Johnson vorgezogene Neuwahlen zum 15. Oktober. Der Antrag verfehlte aber die dafür erforderliche Zweidrittel-Mehrheit im Unterhaus deutlich.| 04.09.2019 23:00 Uhr

EU-Kommission plant Hilfen für No-Deal-Brexit

Brüssel: Im Fall eines ungeregelten Brexit will die Europäische Union Mitgliedstaaten, Unternehmen und Beschäftigte unterstützen, die besonders unter den Folgen leiden. Die EU-Kommission hat beschlossen, bis zu 780 Millionen Euro an Finanzhilfen bereitzustellen. Das Geld soll unter anderem aus einem Topf kommen, der eigentlich für Naturkatastrophen eingerichtet ist. Dem Vorschlag müssen das EU-Parlament und die Mitgliedstaaten noch zustimmen.| 04.09.2019 23:00 Uhr