NDR Info Nachrichten vom 04.09.2019:

Aktionsprogramm für Insektenschutz beschlossen

Berlin: Das Bundeskabinett hat ein Aktionsprogramm für den besseren Schutz von Insekten beschlossen. Vorgesehen sind Einschränkungen für den Einsatz von Pestiziden sowie strengere Vorschriften für Schutzgebiete. Bundesumweltministerin Schulze sagte, Glyphosat werde zum europarechtlich frühestmöglichen Zeitpunkt im Jahr 2023 verboten. Den Einsatz des Planzengifts will die Regierung schon vorher deutlich einschränken. Das Kabinett beschloss außerdem die Einführung eines sogenannten Tierwohl-Labels. Es soll Verbrauchern dabei helfen, beim Kauf von Fleisch zu erkennen, ob die Tiere besser gehalten wurden als vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Zunächst gibt es dieses Kennzeichen bei Schweinefleisch.| 04.09.2019 12:45 Uhr

Hongkong: Regierung zieht Gesetzentwurf zurück

Hongkong: Nach monatelangen Protesten hat die Regierung den Entwurf des umstrittenen Gesetzes zurückgezogen, das erlauben sollte, Verdächtige nach China auszuliefern. Das teilte die Regierungschefin der chinesischen Sonderverwaltungszone, Lam, nach einem Treffen mit Abgeordneten mit. Damit erfüllt sie die Hauptforderung der Demonstranten. Mitte Juni hatte Lam den Gesetzentwurf zunächst auf Eis gelegt. Der Schritt reichte der Demokratiebewegung nicht aus. Die Proteste gegen eine wachsende Einflussnahme Chinas dauerten an. In der vergangenen Nacht war es bei Demonstrationen in Hongkong wieder zu Zwischenfällen gekommen. Sicherheitskräfte räumten einen Platz vor einer Polizeistation und setzten Pfefferspray ein. Eine Person soll festgenommen worden sein.| 04.09.2019 12:45 Uhr

Britisches Parlament will No-Deal-Brexit zu verhindern

London: Die Abgeordneten im britischen Parlament versuchen weiter, einen Brexit ohne Austrittsabkommen zu verhindern. Am Nachmittag will das Unterhaus über einen entsprechenden Gesetzentwurf abstimmen. Mit dem Entwurf soll die Regierung verpflichtet werden, eine Verschiebung des EU-Austrittsdatums zu beantragen, sollte es keinen Kompromiss für ein Abkommen mit der Europäischen Union geben. Premierminister Johnson will hingegen einen harten Brexit nicht ausschließen. Sollte das Unterhaus einen ungerelten EU-Austritt blockieren, plant er, Neuwahlen zu beantragen. Seine politischen Gegner haben bereits angekündigt, dass sie dem nur zustimmen werden, wenn es auf keinen Fall zu einem No-Deal-Brexit kommt.| 04.09.2019 12:45 Uhr