NDR Info Nachrichten vom 02.09.2019:

CDU-Spitzen wollen Wahlergebnis ernst nehmen

Berlin: Die CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer hat die Ergebnisse der Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen als ernstzunehmendes Signal bezeichnet. Präsidium und Bundesvorstand der Partei seien sich einig, dass die begonnene Erneuerung der CDU mit aller Konsequenz vorangetrieben werden müsse. Dazu zählten ein wirtschaftsfreundlicher und bürgernaher Klimaschutz, eine Digitalcharta sowie ein neues Kommunikationskonzept und Grundsatzprogramm der Partei. Die kommissarische SPD-Vorsitzende Schwesig fordert mehr Aufmerksamkeit für ostdeutsche Themen. Dazu gehöre die geplante Grundrente als Antwort auf die sozialen Verwerfungen nach der Wende. Sie erwarte von der Union, dass es zu einer schnellen Einigung komme. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer sprach von einem guten Wahlergebnis. Eine übergroße Mehrheit habe ein Parlament gewählt, das positiv gestalten wolle. Der CDU-Spitzenkandidat in Brandenburg, Senftleben, nannte sein Ergebnis enttäuschend. Dafür übernehme er Verantwortung, aber auch für einen Politikwechsel im Land.| 02.09.2019 15:15 Uhr

Kandidaten für SPD-Vorsitz stehen fest

Berlin: Im Wettbewerb um den künftigen Vorsitz der SPD treten acht Zweier-Teams und ein Einzelbewerber gegeneinander an. Das teilte die kommissarische Partei-Chefin Schwesig mit. Die Bewerbungsfrist war gestern Abend abgelaufen. Nach Angaben aus SPD-Kreisen handelt es sich bei dem Einzelkandidaten um den Bundestagsabgeordneten Brunner aus Bayern. Zu den Bewerber-Duos gehören unter anderen Finanzminister Scholz und die Brandenburger Abgeordnete Geywitz sowie Niedersachsens Innenminister Pistorius und Sachsens Integrationsministerin Köpping. Übermorgen beginnt in Saarbrücken die erste von 23 Regionalkonferenzen, bei denen sich die Bewerber der Basis und der Öffentlichkeit vorstellen. Im Dezember soll feststehen, wer die SPD künftig führt.| 02.09.2019 15:15 Uhr

Seenotretter "Eleonore" läuft Sizilien an

Catania: Das deutsche Seenotrettungsschiff "Eleonore" mit mehr als 100 Geflüchteten an Bord ist in den sizilianischen Hafen Pozzallo eingelaufen. Wie der Kapitän des Schiffes, Reisch, mitteilte, hatte der Bürgermeister der Stadt die Anlege-Erlaubnis erteilt. Reisch hatte nach einem heftigen Gewitter und Überflutungen an Bord den Notstand ausgerufen. Nach Angaben des italienischen Innenministeriums wurde das Schiff beschlagnahmt. Die "Eleonore" gehört der Dresdner Hilfsorganisation "Mission Lifeline". Auch die Migranten auf dem tagelang blockierten Rettungsschiffs "Mare Jonio" können offenbar in Italien an Land gehen. Die Küstenwache werde aus Hygienegründen die verbliebenen 31 Menschen an Bord übernehmen, teilte die italienische Hilfsorganisation "Mediterranea Saving Humans" mit.| 02.09.2019 15:15 Uhr

Pence kritisiert Nord Stream 2 und lobt Polens Nein

Warschau: US-Vizepräsident Pence hat bei seinem Besuch in Polen erneut die deutsche Unterstützung der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 kritisiert. Pence sagte nach einem Treffen mit Staatspräsident Duda, die Bundesregierung mache Europa in Energiefragen von Russland abhängig. Er danke Polen, dass sich das Land gegen diesen Kurs engagiere. Nord Stream 2 soll von kommendem Jahr an Gas von Russland nach Deutschland liefern. Das will Washington verhindern und droht mit Sanktionen. Polen hat den Kauf großer Mengen von Flüssiggas aus den USA vereinbart, das allerdings wesentlich teurer ist als das russische Erdgas. Pence stellte Polen auch ein Ende der Visumpflicht bei USA-Reisen in Aussicht. Amerikaner dürfen ohne Visum nach Polen einreisen.| 02.09.2019 15:15 Uhr