NDR Info Nachrichten vom 31.08.2019:

Brexit: Massenproteste gegen Johnson

London: In Großbritannien wollen heute Hunderttausende Menschen auf die Straße gehen, um für einen Verbleib des Landes in der EU zu demonstrieren. Die Proteste richten sich zudem gegen das Vorgehen des neuen Premierministers Johnson, das britische Parlament in eine Zwangspause zu schicken. Demonstrationen sind im ganzen Land geplant, die größte vor dem Regierungssitz von Johnson in der Innenstadt von London. Die Proteste werden von Anti-Brexit-Intitiativen, Umweltaktivisten und der Labour-Partei von Oppositionsführer Corbyn unterstützt. Johnson hatte das Parlament bis Mitte Oktober in den Zwangsurlaub geschickt. Bis zum Austrittstermin 31. Oktober haben die Abgeordneten nun deutlich weniger Zeit, einen ungeregelten Brexit durch Gesetzesvorhaben noch zu verhindern.| 31.08.2019 06:15 Uhr

Wahlkampfabschluss in Brandenburg und Sachsen

Potsdam: In Brandenburg und Sachsen werben die Parteien heute noch einmal um Stimmen für die Landtagswahlen. Zu den Abschlussveranstaltungen von CDU und Linken in Brandenburg haben sich mehrere Bundespolitiker angekündigt. Und auch die AfD in Sachsen erwartet zum Ende des Wahlkampfs noch einmal prominente Unterstützung. Umfragen zufolge ist der Ausgang in beiden Bundesländern offen. In Sachsen hat die CDU jüngsten Umfragen zufolge den Vorsprung auf die AfD wieder ausgebaut. Es gilt aber als fraglich, ob die bisherige schwarz-rote Koalition weiterregieren kann. In Brandenburg sehen die Umfragen die regierende SPD knapp vorne.| 31.08.2019 06:15 Uhr

Warschau: Kurz vor den Gedenkfeiern zum Beginn des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren hat Polens Präsident Duda von Deutschland weitere Reparationszahlungen verlangt. Entschädigung für die verheerenden Kriegsfolgen sei eine Frage von Verantwortung und Moral, sagte Duda der "Bild". Durch Hitlers Rassenwahn seien fast sechs Millionen Menschen ermordet und ganze Städte komplett zerstört worden. Mittlerweile hätten sich Deutschland und Polen aber ganz und gar ausgesöhnt, so Duda. Man werde beim Thema Entschädigungen eine Lösung finden. Die Bundesregierung betrachtet die Frage von Reparationszahlungen als abgeschlossen. Der deutsche Angriff auf Polen am 1. September 1939 war der Beginn des Zweiten Weltkriegs.| 31.08.2019 06:15 Uhr

VW zahlt weitere Entschädigung in den USA

San Francisco: Der Volkswagenkonzern will mit einem Vergleich einen weiteren Rechtsstreit in den USA beenden. Der Autobauer teilte mit, er werde umgerechnet knapp 91 Millionen Euro Entschädigung an Besitzer von VW-, Audi-, Porsche- und Bentley-Modellen zahlen. Sie hatten Volkswagen wegen falscher Angaben zum Benzinverbrauch verklagt. Laut der US-Umweltbehörde EPA sollen Verbrauch und Abgaswerte von fast 100.000 Autos nicht korrekt gewesen sein. Der Vergleich muss noch von einem US-Gericht genehmigt werden. Anlass für die Untersuchung der Benzinmotoren waren die Abgasmanipulationen bei Dieselfahrzeugen.| 31.08.2019 06:15 Uhr