NDR Info Nachrichten vom 26.08.2019:

G7-Gipfel: Treffen Merkel und Trump verschoben

Biarritz: Auf dem G7-Gipfel in Süd-Frankreich ist das für heute früh geplante Treffen von Bundeskanzlerin Merkel mit US-Präsident Trump verschoben worden. Nach Angaben unserer Korrespondentin sollen sich beide nun am späten Vormittag zu ihrem Gespräch zurückziehen. Möglicherweise habe der volle Terminplan des Gipfeltreffens eine Verschiebung nötig gemacht. Ein Thema des Gesprächs dürften die Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA sein. Trump wirft der Europäischen Union immer wieder vor, eine unfaire Handelspolitik zu betreiben. Mehrmals hatte er mit Strafzöllen auf europäische Autos gedroht. Nach Angaben aus dem Weißen Haus will der US-Präsident mit Merkel auch über die Gaspipeline Nord Stream 2 sprechen. Im Mittelpunkt der heutigen G7-Beratungen in Biarritz steht die Klima- und Umweltpolitik. Dabei geht es insbesondere um den Schutz bedrohter Arten und den Erhalt der Ozeane.| 26.08.2019 10:15 Uhr

Rehberg: Vermögenssteuerdebatte spaltet Gesellschaft

Berlin: Die SPD stellt heute ihr Konzept zur Wiedereinführung einer Vermögenssteuer vor. Nach Beratungen des Präsidiums will der kommissarische Vorsitzende Schäfer-Gümbel die Pläne am Mittag gemeinsam mit dem sächsischen Wirtschaftsminister Dulig erläutern. Bislang ist unklar, ab welcher Vermögenshöhe die geplante Steuer greifen soll. Der haushaltspolitische Sprecher der Union, Rehberg, nannte das Vorhaben auf NDR Info ein falsches Signal. Schon heute trügen die oberen zehn Prozent der Steuerzahler rund 60 Prozent zum Gesamt-Aufkommen bei. Er warf der SPD vor, eine Neid-Debatte zu führen, die die Gesellschaft spalte.| 26.08.2019 10:15 Uhr

Militärhilfe gegen Waldbrände in Brasilien

Brasilia: Im Kampf gegen die verheerenden Waldbrände im Amazonas-Gebiet nehmen immer mehr Regionen in Brasilien die Hilfe des Militärs in Anspruch. Die Regierung genehmigte inzwischen Einsätze in sieben Bundesstaaten. Nach Angaben des Büros von Präsident Bolsonaro geht die Polizei zudem stärker gegen Brandstifter vor. Im Fokus neuer Ermittlungen stehen demnach mehr als 70 Personen einer Whatsapp-Gruppe. Sie sollen sich dazu verabredet haben, große Flächen in Brand zu stecken.| 26.08.2019 10:15 Uhr

Hongkong: Polizei rechtfertigt Vorgehen

Hongkong: In der chinesischen Sonderverwaltungszone ist die Polizei am Wochenende erneut gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen. Die Sicherheitskräfte setzten Wasserwerfer und Tränengas ein. Auch ein Warnschuss wurde abgegeben. Laut den Behörden wurden 65 Menschen festgenommen. Die Polizei rechtfertigte ihr Vorgehen mit einer hohen Gewaltbereitschaft der Demonstranten. Unter anderem seien Steine und Brandsätze auf Beamte geworfen worden, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme. 15 Polizisten wurden demnach verletzt.| 26.08.2019 10:15 Uhr