NDR Info Nachrichten vom 19.08.2019:

Koalitionsausschuss: Grüne kritisieren Ergebnis

Berlin: Die Grünen halten die Beschlüsse des Koalitionsausschusses zum Thema Wohnen für nicht ausreichend. Aus Sicht der Fraktionsvorsitzenden Göring-Eckardt werden die Vereinbarungen von Union und SPD den aufgeheizten Wohnungsmarkt nicht beruhigen. Kritik kommt auch aus der Union. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer betonte im WDR, um das Problem grundsätzlich anzugehen, müssten mehr Wohnungen gebaut werden. Die CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer und der kommissarische SPD-Chef Schäfer-Gümbel zeigten sich dagegen zufrieden mit den Ergebnissen. Schäfer-Gümbel forderte im SWR jedoch, auch bei anderen Themen mehr Tempo zu machen. Der Koalitionsausschuss hatte sich am Abend unter anderem darauf geeinigt, die Mietpreisbremse bis zum Jahr 2025 zu verlängern. Über die Themen Grundrente und Klimaschutz soll in den kommenden Wochen erneut beraten werden.| 19.08.2019 09:15 Uhr

Präsidium der SPD berät über Halbzeitbilanz

Berlin: Das Präsidium der SPD berät darüber, in welcher Form die Partei eine Halbzeitbilanz der Koalition ziehen will. Fest steht nach der jüngsten Sitzung des Koalitionsausschusses, dass Union und SPD gemeinsam bis Mitte Oktober eine Bestandsaufnahme vornehmen wollen. Erwartet wird, dass die SPD diese Bilanz auf einem Parteitag im Dezember thematisiert und dann über die Zukunft der Koalition entscheidet. In der SPD ist umstritten, ob die Partei das Bündnis mit der Union bis zum Ende der Legislaturperiode fortsetzen soll.| 19.08.2019 09:15 Uhr

Zahl arbeitender Rentner steigt

Berlin: Die Zahl der erwerbstätigen Rentner in Deutschland ist gestiegen. Während sich laut Bundesarbeitsministerium zur Jahrtausendwende nur 530.000 Rentner etwas hinzu verdienten, waren es im vergangenen Jahr schon etwa 1,45 Millionen. Damit sind 2018 etwa acht Prozent der Menschen im Ruhestand einer Arbeit nachgegangen. Die Hälfte von ihnen war geringfügig beschäftigt und jeweils etwa ein Viertel hat sozialversicherungspflichtig oder selbstständig gearbeitet. Als Gründe für die Tätigkeit wurden neben der finanziellen Lage auch der Kontakt zu anderen Menschen oder die Freude an der Arbeit genannt.| 19.08.2019 09:15 Uhr

Trump warnt China vor Gewalt in Hongkong

Washington: US-Präsident Trump hat China vor dem Einsatz von Gewalt in Hongkong gewarnt. Trump sagte, sollte es zu Gewalt gegen Demonstranten kommen, wäre es sehr schwierig, sich mit China noch auf ein Handelsabkommen zu einigen. Er habe aber Vertrauen in Staatspräsident Xi, dass dieser den Konflikt auf menschliche Art löst. In der früheren britischen Kronkolonie Hongkong waren gestern erneut Hunderttausende Menschen gegen die pekingtreue Regierung auf die Straße gegangen. Sie fürchten um die Sonderrechte wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit, die sie in der Sonderverwaltungszone genießen. Die chinesische Zentralregierung in Peking hat den Demonstranten zuletzt immer unverhohlener gedroht und sie mit Terrorismus in Verbindung gebracht.| 19.08.2019 09:15 Uhr