NDR Info Nachrichten vom 18.08.2019:

Neue Großdemonstration in Hongkong

Hongkong: Hunderttausende Demonstranten sind in der chinesischen Sonderverwaltungszone wieder für Demokratie auf die Straße gegangen. Bei strömendem Regen versammelten sie sich zu einer Kundgebung, zu der eine Menschenrechtsgruppe aufgerufen hatte. Sie forderten Freiheit für Hongkong sowie eine unabhängige Untersuchung von Polizeigewalt gegen Demonstranten in den vergangenen Wochen. Die Regierung hatte die Veranstaltung in einem Park genehmigt, aber weitere Protestmärsche verboten. Dennoch zogen die überwiegend schwarz gekleideten Demonstranten anschließend durch die Innenstadt. Gewaltsame Auseinandersetzungen blieben diesmal offenbar aus. Die Demokratiebewegung in Hongkong ruft seit Wochen zu Protesten gegen die Regierung Hongkongs und ihren Annäherungskurs an Peking auf. Beobachter hatten zuletzt davor gewarnt, dass China ein militärisches Eingreifen vorbereiten könnte.| 18.08.2019 15:00 Uhr

Spanien bietet der "Open Arms" einen Hafen an

Madrid: Im Ringen um das spanische Rettungsschiff "Open Arms" deutet sich eine Lösung an. Der spanische Ministerpräsident Sanchez hat angeboten, das Schiff in Andalusien anlegen zu lassen. Er bezeichnete den Umgang Italiens mit der "Open Arms" als unfassbar. Das Rettungsschiff mit mehr als 100 Flüchtlingen an Bord ist seit Anfang August auf der Suche nach einem Anlegehafen. Es liegt vor der italienischen Insel Lampedusa. Innenminister Salvini hat dem Schiff verboten, in italienische Gewässer einzufahren. Gestern ließ er allerdings 27 Minderjährige von Bord gehen, die ohne ein Elternteil auf der "Open Arms" sind.| 18.08.2019 15:00 Uhr

Pistorius und Köpping stellen ihre Pläne für die SPD vor

Leipzig: Niedersachsens Innenminister Pistorius stellt zur Stunde seine Pläne für die Zukunft der SPD vor. Er äußert sich in Leipzig gemeinsam mit der sächsischen Integrationsministerin Köpping. Die beiden bewerben sich als Duo für den Parteivorsitz. Bislang haben fünf Paare und drei Einzelkandidaten ihre Kandidatur für die SPD-Spitze angekündigt, zuletzt der stellvertretende Parteichef Scholz. Der Vize-Kanzler und Bundesfinanzminister hatte zunächst eine Bewerbung ausgeschlossen. In einem Zeitungsinterview begründete Scholz seinen Sinneswandel mit mangelndem Interesse prominenter Parteikollegen am Posten des SPD-Vorsitzenden.| 18.08.2019 15:00 Uhr