NDR Info Nachrichten vom 16.08.2019:

SPD-Vorsitz: Scholz bereit für Kandidatur

Berlin: Zwei Wochen vor dem Ende der Bewerbungsfrist nimmt das Rennen um den SPD-Vorsitz Fahrt auf. Finanzminister Scholz ist nach Angaben einer Parteisprecherin zu einer Kandidatur bereit. Er habe dies den drei Interimsvorsitzenden der SPD angeboten. Nach Medienberichten sondiert der Vizekanzler bereits im Hintergrund das Feld und sucht eine Partnerin, mit der er als Doppelspitze antreten kann. Niedersachsens Innenminister Pistorius und Sachsens Integrationsministerin Köpping gaben am Vormittag ihre Kandidatur bekannt. Beide wollen sich aber erst in zwei Tagen zu der Doppelbewerbung äußern. Ein anderes Duo, Parteivize Stegner und die Vorsitzende der SPD-Grundwertekommission, Schwan, präsentierte am Mittag seine Ideen für den Vorsitz. Stegner sagte, er und Schwan hätten Schwung gebracht in den innerparteilichen Wettbewerb. Das sehe man an der Entwicklung heute.| 16.08.2019 15:15 Uhr

Seehofer: Seenotrettung ist Gebot der Menschlichkeit

Dresden: Bundesinnenminister Seehofer hat an die europäischen Länder appelliert, eine humanitäre Lösung für die Seenotrettung auf dem Mittelmeer zu finden. Der CSU-Politiker sagte, die erbärmlichen Abläufe vor der Küste von Italien und Malta sollten vermieden werden. Deutschland sei bereit, Flüchtlinge von den Schiffen aufzunehmen. Aber dabei müssten auch andere EU-Länder mitmachen, forderte Seehofer nach einem Treffen der Innenminister von CDU und CSU in Dresden. Vor der italienischen Insel Lampedusa wartet das Rettungsschiff "Open Arms" weiter auf die Erlaubnis, einen Hafen anlaufen zu dürfen. Noch befinden sich weit über 100 Migranten an Bord. Viele harren schon seit zwei Wochen auf dem Schiff aus.| 16.08.2019 15:15 Uhr

Hohe Haftstrafen im Lügde-Prozess gefordert

Detmold: Im Prozess um den hundertfachen Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in Lügde hat die Staatsanwaltschaft hohe Haftstrafen für die beiden Hauptangeklagten gefordert. Die Staatsanwaltschaft plädierte auf zwölfeinhalb und 14 Jahre Gefängnis mit anschließender Sicherungsverwahrung. Die unterschiedlichen Strafforderungen ergäben sich aus einer unterschiedlichen individuellen Schuld. Die Geständnisse sollten sich strafmildernd auswirken. Die Anwälte der Opfer kamen nach der Staatsanwaltschaft zu Wort und forderten bis zu 15 Jahre Haft für die Angeklagten. Die beiden Männer sollen jahrelang auf dem Campingplatz Minderjährige schwer sexuell missbraucht und dabei gefilmt haben. Gutachten haben den beiden volle Schuldfähigkeit bescheinigt.| 16.08.2019 15:15 Uhr

Deutschland gibt mehr Geld gegen Ebola

Kinshasa: Deutschland gibt der Demokratischen Republik Kongo mehr Geld für den Kampf gegen das Ebola-Virus. Entwicklungsminister Müller sagte bei einem Besuch in Kinshasa, den Menschen dürfe es nicht wegen Geldmangels an Impfstoff fehlen. Sein Ministerium stelle deshalb 50 Millionen Euro zur Verfügung. Die gegenwärtige Ebola-Epidemie im Kongo hat schon 1.900 Menschen das Leben gekostet. Wie die Regierung heute mitteilte, hat sich das Virus weiter ausgebreitet und ist inzwischen in einer dritten Provinz nachgewiesen worden.| 16.08.2019 15:15 Uhr