NDR Info Nachrichten vom 09.08.2019:

Debatte über Rot-Rot-Grün geht weiter

Hamburg: Linken-Chefin Kipping hat die Überlegungen führender SPD-Politiker zu rot-rot-grünen Bündnissen begrüßt. Sie freue sich darüber, da sie schon seit langem für Mehrheiten links von Union und AfD werbe, sagte Kipping auf NDR Info. Sie verwies darauf, dass es vor allem in der Sozialpolitik schon jetzt viele Gemeinsamkeiten von Linken, Sozialdemokraten und Grünen gebe. Nach der kommissarischen SPD-Vorsitzenden Dreyer hat sich auch Generalsekretär Klingbeil offen für eine rot-rot-grüne Koalition auf Bundesebene gezeigt. Der Vizechef der FDP-Bundestagsfraktion, Theurer, sagte dazu, ein solches Bündnis wäre ein Albtraum aus höheren Steuern, Gleichmacherei und Enteignungen.| 09.08.2019 10:15 Uhr

Italien: Erst Regierungkrise, jetzt Neuwahlen?

Rom: In Italien hat die Regierungskrise einen neuen Höhepunkt erreicht. Innenminister und Lega-Chef Salvini hat die Zusammenarbeit in der Koalition mit der Fünf-Sterne-Bewegung für gescheitert erklärt und Neuwahlen gefordert. Eine Kabinettsumbildung reiche nicht mehr aus. Zudem ließ Salvini erkennen, er wolle Regierungschef werden. Der amtierende und parteilose Ministerpräsident Conte reagierte empört. Dem Innenminister stehe es nicht zu, über den Ablauf einer politischen Krise zu entscheiden. Conte forderte Salvini auf, den Italienern zu erklären, warum er die Koalition aufkündige. In der italienischen Regierungskoalition hatte es schon mehrfach heftige Auseinandersetzungen gegeben. Zuletzt ging es um ein milliardenschweres Bahnprojekt im Norden des Landes. Die Fünf-Sterne-Bewegung lehnt das Vorhaben ab.| 09.08.2019 10:15 Uhr

USA drohen Berlin verstärkt mit Truppenabzug

Berlin: Im Streit um die Militärausgaben der Nato-Staaten verschärfen die USA ihre Drohungen mit einem Teilabzug ihrer Truppen aus Deutschland. Botschafter Grenell sagte, es sei beleidigend zu erwarten, dass die US-Steuerzahler weiter mehr als 50.000 Amerikaner in der Bundesrepublik bezahlten, aber die Deutschen ihren Handelsüberschuss für heimische Zwecke verwendeten. Deutschland sei schon von zahlreichen Präsidenten gebeten worden, für seine eigene Verteidigung zu zahlen. Nun sei man an dem Punkt angelangt, an dem die Amerikaner reagieren müssten. US-Präsident Trump hatte bereits im Juni eine Truppenverlegung nach Polen ins Spiel gebracht. Derzeit sind insgesamt 35.000 US-Soldaten in Deutschland stationiert. Hinzu kommen 17.000 amerikanische und 12.000 deutsche Zivilangestellte.| 09.08.2019 10:15 Uhr