NDR Info Nachrichten vom 06.08.2019:

Anklage gegen Ex-DFB-Funktionäre in Schweiz

Bern: Die ehemaligen DFB-Präsidenten Zwanziger und Niersbach müssen sich in der Schweiz wegen unklarer Zahlungen im Zusammenhang mit der WM 2006 vor Gericht verantworten. Die Schweizer Bundesanwaltschaft erhob jetzt Anklage. Betroffen sind auch der frühere DFB-Generalsekretär Schmidt sowie Ex-Fifa Generalsekretär Linsi. Hintergrund ist die Zahlung von umgerechnet 6,7 Millionen Euro an ein Unternehmen aus Katar. Zwanziger und Schmidt wird vorgeworfen, über den eigentlichen Zweck dieser Zahlung arglistig getäuscht zu haben. Niersbach wird Beihilfe zur Täuschung vorgeworfen. Die Behörde hat auch gegen den damaligen Organisations-Chef Beckenbauer ermittelt. Das Verfahren wurde jedoch angesichts seines Gesundheitszustands abgetrennt.| 06.08.2019 14:15 Uhr

UNHCR besorgt über Gesetz gegen Seenotrettter

Rom: Das UN-Flüchtlingshilfswerk hat sich über ein neues italienisches Gesetz mit härteren Strafen gegen Seenotretter besorgt gezeigt. Die Neuregelung richtet sich gegen Retter, die unerlaubt in italienische Gewässer fahren. Das UNHCR erklärte, Geldstrafen und andere Sanktionen gegen Schiffskapitäne könnten die Arbeit der privaten Helfer im Mittelmeer behindern. Das neue Gesetz komme in einem Moment, in dem sich die europäischen Staaten aus der Seenotrettung weiter zurückgezogen hätten. Das UNHCR verlangte, die Menschlichkeit der Nichtregierungs-Organisationen solle nicht kriminalisiert werden. Der Senat in Rom hatte zuvor einen Gesetzentwurf von Innenminister Salvini gebilligt, das unter anderem Strafen in Höhe bis zu einer Million Euro vorsieht.| 06.08.2019 14:15 Uhr

USA gelassen nach Nordkoreas Raketentests

Washington: US-Verteidigungsminister Esper hat sich nach Berichten über neue nordkoreanische Raketentests gelassen gezeigt. Man werde nicht überreagieren, beobachte die Lage aber sorgfältig, sagte Esper während einer Asien-Reise. Er betonte, dass die Tür für Verhandlungen offen bleiben müsse. Die südkoreanische Regierung hatte mitgeteilt, dass Nordkorea zwei Kurzstreckenraketen getestet habe. Sie hätten die koreanische Halbinsel überflogen und seien nach rund 450 Kilometern ins Meer gestürzt. Es war der vierte Test binnen zwei Wochen. Er erfolgte kurz nach Beginn eines gemeinsamen Militärmanövers Südkoreas und der USA.| 06.08.2019 14:15 Uhr