NDR Info Nachrichten vom 06.08.2019:

Rom: Härtere Strafen für Flüchtlingsretter

Rom: Die italienische Regierung geht weiter gegen Seenotretter vor. Ihnen drohen jetzt Strafzahlungen von bis zu einer Million Euro, wenn sie mit ihren Schiffen unerlaubt in die Hoheitsgewässer des Landes fahren. Der Senat hat ein entsprechendes Gesetz am Abend gebilligt. Bisher waren Geldstrafen von bis zu 50.000 Euro möglich. Italiens Innenminister Salvini begrüßte die Entscheidung. In sozialen Netzwerken schrieb er, das Gesetz sehe mehr Befugnisse für die Sicherheitskräfte, mehr Kontrollen an den Grenzen, mehr Männer, um Mafiosi festzunehmen, vor. Salvini hat Rettungsschiffen bereits mehrfach untersagt, in italienische Gewässer einzufahren. Der Innenminister will verhindern, dass im Mittelmeer gerettete Flüchtlinge nach Italien gebracht werden.| 06.08.2019 06:15 Uhr

El Paso: Auswärtiges Amt bestätigt deutsches Opfer

El Paso: Bei dem vermutlich rassistisch motivierten Attentat im US-Bundesstaat Texas ist auch ein deutscher Staatsbürger getötet worden. Das hat das Auswärtige Amt in der Nacht offiziell bestätigt, ohne konkrete Angaben zur Identität zu machen. Die Zahl der Todesopfer ist auf 22 gestiegen, acht von ihnen sind laut US-Polizei Mexikaner. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Attentäter die Menschen aus Fremdenhass erschossen hat. Der 21-Jährige hatte sich der Polizei gestellt. US-Präsident Trump bezeichnete die Taten in El Paso und Dayton als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.| 06.08.2019 06:15 Uhr

Erneuter Raketentest Nordkoreas

Pjöngjang: Nordkorea hat offenbar einen weiteren Raketentest unternommen. Nach Angaben des südkoreanischen Militärs sind an der Westküste Nordkoreas zwei Kurzstreckenraketen abgefeuert worden. Sie hätten die koreanische Halbinsel überflogen und seien nach rund 450 Kilometern ins Meer gestürzt. Es war der vierte Test innerhalb weniger Tage. Die Raketenabschüsse sind eine Reaktion auf ein gemeinsames Militärmanöver Südkoreas und der USA, das jetzt begann. Das nordkoreanische Außenministerium teilte mit, es handele sich um eine aggressive Kriegsübung.| 06.08.2019 06:15 Uhr

Umweltschützer: Obergrenzen für Massentierhaltung

Berlin: Große deutsche Umweltverbände fordern Obergrenzen für die Massentierhaltung, damit Deutschland seine Klimaziele einhält. Wenn die Zahl der Kühe, Schweine und anderer Nutztiere nicht sinke, könne die Landwirtschaft die Vorgaben nicht schaffen, erklärten die Agrarexperten von BUND, NABU und Greenpeace. Vor allem in Regionen mit "Intensivtierhaltung" müssten die Bestände gedeckelt werden. Durch die Massentierhaltung entstünden große Mengen Gülle. Die lande als Dünger auf deutschen Feldern und setze Treibhausgase frei.| 06.08.2019 06:15 Uhr