NDR Info Nachrichten vom 03.08.2019:

EU und USA erzielen Einigung in Handelsfragen

Washington: Die USA und die EU haben einen jahrzehntelangen Streit über Rindfleisch-Exporte endgültig beigelegt. Präsident Trump erklärte, beide Seiten hätten ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet. Es sieht vor, dass die Vereinigten Staaten ihre Ausfuhren von hormonfreiem Rindfleisch in die EU langfristig auf 35.000 Tonnen pro Jahr steigern dürfen. Da die weltweite Einfuhrquote der EU unverändert bleibt, geht dies zu Lasten anderer Exporteure. Brüssel hofft nun auf Zugeständnisse der USA bei anderen Handelsfragen.| 03.08.2019 04:00 Uhr

USA wollen neue Raketen schneller entwickeln

Washington: Nach dem Ende des INF-Abrüstungsvertrags mit Russland treiben die USA ein neues Raketensystem voran. Verteidigungsminister Esper erklärte, die USA hätten schon damit begonnen, mobile, konventionelle, landgestützte Marschflugkörper zu entwickeln. Dieses Programm werde nun uneingeschränkt vorangetrieben. Gestern waren die Vereinigten Staaten formal aus dem INF-Vertrag ausgestiegen, der ihnen und Russland den Bau landgestützter, atomarer Mittelstreckenraketen verbot. Das neue US-System ist zwar ein konventionelles und kein nukleares. Experten gehen allerdings davon aus, dass es leicht umzurüsten ist.| 03.08.2019 04:00 Uhr

Einigung auf Verfassung im Sudan

Khartum: Im Sudan haben sich Militär und Protestbewegung auf eine neue Verfassung geeinigt. Wie ein Vermittler der Afrikanischen Union mitteilte, geht es dabei unter anderem um die Machtbefugnisse der gemeinsamen Übergangsregierung. Gegenstand der Einigung sei auch eine Amnestie für ranghohe Militärs im Zusammenhang mit Gewalt gegen Demonstranten. Mitte Juli hatten sich Sudans Militär und die Protestbewegung auf eine gemeinsame Übergangsregierung geeinigt.| 03.08.2019 04:00 Uhr

Grüne fordern Bundeshilfen für Küstenschutz

Berlin: Die Grünen haben die Bundesregierung aufgefordert, die Länder beim Schutz vor Hochwassern stärker zu unterstützen. Die umweltpolitische Sprecherin Verlinden sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die bisherigen Pläne für den Küstenschutz reichten aller Voraussicht nach nicht aus. Dem Blatt zufolge geht die Regierung davon aus, dass von einer seltenen oder extremen Sturmflut mehr als zwei Millionen Menschen betroffen sein könnten. Allein in Niedersachsen lebten 1,1 Millionen Menschen in möglicherweise betroffenen Gebieten. Als selten gilt demnach ein Hochwasser, das alle 200 Jahre auftreten könnte.| 03.08.2019 04:00 Uhr