NDR Info Nachrichten vom 01.08.2019:

BUND kritisiert Klöckners Aufforstungspläne

Hamburg: Die Umweltschutzorganisation BUND hat die Pläne für eine Aufforstung der Wälder grundsätzlich begüßt. Der Vorsitzende, Weiger, sagte auf NDR Info, es sei gut, dass in das Thema Bewegung komme. Die Vorschläge von Landwirtschaftsministerin Klöckner seien aber unzureichend. Neben der Aufforstung der Wälder durch Laubbäume müsse es darum gehen, den Stickstoff-Ausstoß zu verringern. Schadstoffe, die aus dem Straßenverkehr oder der Landwirtschaft kämen, würden den Wald stark belasten, so der BUND-Vorsitzende. Klöckner plant einen nationalen Waldgipfel. Heute hatte sie in Moritzburg mit den Landesforstministern der Union beraten. Die Landespolitiker forderten, dass der Bund in den kommenden vier Jahren rund 800 Millionen Euro für die Wälder bereitstellt.| 01.08.2019 19:45 Uhr

Warschauer Aufstand: Maas bittet um Vergebung

Warschau: Am 75. Jahrestag des Aufstands gegen die deutsche Besatzungsmacht hat Außenminister Maas Polen um Vergebung gebeten. Er schäme sich für das, was dem Land im deutschen Namen angetan worden sei, sagte der SPD-Politiker bei einer Gedenkfeier in der polnischen Hauptstadt. Diese Schuld sei viel zu lange verschwiegen worden. Maas sprach sich für ein Mahnmal für polnische NS-Opfer in Berlin aus. Am 1. August 1944 hatte sich die polnische Heimatarmee gegen die NS-Besatzer zur Wehr gesetzt. SS-Einheiten schlugen den Aufstand nach 63 Tagen nieder. Sie töteten etwa 200.000 polnische Soldaten und Zivilisten.| 01.08.2019 19:45 Uhr

Polizei bekommt bei DNA-Tests mehr Befugnisse

Berlin: Die Polizei soll künftig über DNA-Spuren die Farbe von Haut, Haaren und Augen sowie das ungefähre Alter eines Gesuchten feststellen dürfen. Das sieht ein Gesetzentwurf zur Modernisierung von Strafverfahren vor. Diesen hat das Justizministerium zur Abstimmung an die anderen Ressorts weitergeleitet. Dabei geht es um die Untersuchung etwa von Haaren oder Blutspuren, die an einem Tatort gefunden werden. Bisher dürfen diese Spuren nur mit bereits erfassten DNA-Daten von Straftätern abgeglichen werden, um das Geschlecht zu bestimmen.| 01.08.2019 19:45 Uhr

Zusatzeinnahmen über dubiose Abrechnungspraxis

Hamburg: Ärzte in mehreren Bundesländern können mit dubiosen Kostenabrechnungen von Kontrastmitteln zusätzliche Einnahmen erzielen. Das belegen interne Unterlagen aus Praxen und Pharmakonzernen, die NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" vorliegen. Danach erhalten Radiologen für den Kauf eines Kontrastmittels pauschal eine Erstattung der Krankenkassen. Der tatsächliche Preis, den die Ärzte für das Präparat zahlen, ist oft jedoch deutlich niedriger. Ein Beispiel aus Bayern zeige, dass so im Jahr Zusatzeinnahmen von rund 100.000 Euro allein über Abrechnungen möglich seien. Solche Geschäfte mit Kontrastmitteln sind außer in Hamburg und Bremen auch in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern möglich.| 01.08.2019 19:45 Uhr