NDR Info Nachrichten vom 26.07.2019:

Bahn und Bund starten Investitionsprogramm

Berlin: Der Bund und die Deutsche Bahn wollen ein umfangreiches Investitionsprogramm starten. Vom kommenden Jahr an sollen 86 Milliarden Euro in die Sanierung von Schienen, Weichen und Brücken fließen. Das Programm ist auf zehn Jahre angelegt. Knapp drei Viertel der Kosten übernimmt der Bund, den Rest die Deutsche Bahn. Der Bundestag muss dem geplanten Investitionsprogramm noch zustimmen. Der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, Kirchner, kritisierte, die Schiene sei über Jahrzehnte auf Verschleiß gefahren worden. Der Investitionsrückstau laufe gegenwärtig auf 60 Milliarden Euro zu. In 10 Jahren werde das Durchschnittsalter der Bestandsinfrastruktur noch älter als heute und der Rückstau damit noch höher sein.| 26.07.2019 19:45 Uhr

Salvini weist eigene Küstenwache ab

Rom: Italien hat jetzt auch einem Schiff der eigenen Küstenwache mit geretteten Flüchtlingen verboten, in einem Hafen des Landes anzulegen. Innenminister Salvini sagte, die Erlaubnis werde erst erteilt, wenn andere EU-Länder schriftlich die Aufnahme der Migranten zusagen. An Bord des Schiffes befinden sich rund 140 Menschen. Fischer hatten sie in Schlauchbooten auf dem Mittelmeer entdeckt und an die Küstenwache übergeben. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration sind in diesem Jahr bereits mehr als 680 Migranten bei der Flucht über das Mittelmeer ums Leben gekommen.| 26.07.2019 19:45 Uhr

EU kritisiert US-Entscheidung zur Todesstrafe

Brüssel: Die Europäische Union hat die Entscheidung der USA zur Wiederaufnahme der Vollstreckung von Todesstrafen scharf kritisiert. Die EU-Außenbeauftragte Mogherini erklärte, die Todesstrafe verletze das in der Allgemeinen Menschenrechtserklärung verankerte Recht auf Leben und sei eine grausame, unmenschliche und entwürdigende Strafe. Die US-Entscheidung stehe im Widerspruch zu dem Trend, die Todesstrafe abzuschaffen. Das Justizministerium in Washington hatte gestern angekündigt, erstmals nach mehr als 15 Jahren wieder auf Bundesebene Todesurteile zu vollstrecken.| 26.07.2019 19:45 Uhr

WHO stellt Welt-Tabak-Bericht vor

Genf: Jedes Jahr sterben laut WHO etwa acht Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens. Die Weltgesundheitsorganisation mahnte in ihrem aktuellen Welt-Tabak-Bericht mehr Unterstützung für Menschen an, die mit dem Rauchen oder anderen Arten des Tabakkonsums aufhören wollten. Für Deutschland fordert die WHO unter anderem eine höhere Tabaksteuer, ein bundesweit einheitliches Rauchverbot für öffentliche Räume und schärfere Werbeverbote. In ihrem Bericht wies die UN-Organisation außerdem darauf hin, dass der Wirtschaft durch Gesundheitskosten und Arbeitsausfälle infolge des Tabakkonsums pro Jahr 1,3 Billionen Euro verloren gehen.| 26.07.2019 19:45 Uhr