NDR Info Nachrichten vom 26.07.2019:

Hitzerekorde in ganz Deutschland

Lingen: Deutschlandweit hat die Hitzewelle für neue Temperaturrekorde gesorgt. Erstmals seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen wurde im niedersächsischen Lingen der Höchstwert von mehr als 42,6 Grad gemessen. Zahlreiche weitere Bundeländer meldeten ebenfalls neue Höchstwerte. Züge auf der ICE-Strecke zwischen Berlin und Hamburg mussten wegen eines Feuers auf einem Acker für mehrere Stunden über Stendal umgeleitet werden. Die Hitze verursacht vielerorts auf Straßen und Brücken Spurrillen im Asphalt. Angesichts der steigenden Wassertemperatur der Weser soll das Kernkraftwerk Grohnde im Kreis Hameln-Pyrmont heute voraussichtlich abgeschaltet werden. Die EU-Kommission stellte Landwirten finanzielle Erleichterungen in Aussicht: Unter anderem könnten Bauern EU-Fördergelder bereits Mitte Oktober erhalten - anstatt wie üblich im Dezember.| 26.07.2019 00:00 Uhr

EU-Kommission lehnt Johnsons Brexit-Forderungen ab

Brüssel: Der noch amtierende EU-Kommissionspräsident Juncker hat die Forderung des neuen britischen Premierministers Johnson zurückgewiesen, das Brexit-Abkommen wieder aufzuschnüren. Juncker betonte in einem Telefonat mit Johnson, die EU-Vertreter hätten kein Mandat für Nachverhandlungen. Neue Forderungen Londons könnten lediglich in die rechtlich nicht bindende Erklärung zu den künftigen Beziehungen einfließen. Auch EU-Brexit-Unterhändler Barnier bezeichnete Johnsons Forderungen als nicht annehmbar. Der neue britische Premier will den Brexit nach eigenen Worten ohne Wenn und Aber bis zum 31. Oktober abwickeln. Das von seiner Vorgängerin May ausgehandelte Abkommen nannte Johnson im Unterhaus inakzeptabel. Damit scheint ein EU-Austritt Großbritanniens ohne Vertrag immer wahrscheinlicher.| 26.07.2019 00:00 Uhr

Teilerfolg für sächsische AfD im Listenstreit

Leipzig: Die AfD darf bei der Landtagswahl in Sachsen vorläufig doch mit mehr Bewerbern antreten. Das Landesverfassungsgericht gab mit einer einstweiligen Anordnung entsprechenden Anträgen der Partei teilweise statt. Das bedeutet, dass die AfD zunächst mit insgesamt 30 Bewerbern ins Rennen gehen darf. Im eigentlichen Verfahren will das Gericht nach eigenen Angaben noch Mitte August und damit vor der Landtagswahl in Sachsen Klarheit schaffen. Dabei geht es um die Frage, ob die Kürzung der Liste rechtens war. Der Landeswahlausschuss hatte Anfang Juli entschieden, dass die AfD bei der Wahl am 1. September nur mit 18 Listenbewerbern antreten darf. Die Partei hatte allerdings insgesamt 61 Kandidaten aufgestellt.| 26.07.2019 00:00 Uhr

Nitrat-Belastung: letzte Frist für Deutschland

Brüssel: Die EU-Kommission hat Deutschland eine letzte Frist gesetzt, um das Grundwasser ausreichend vor Nitratbelastung zu schützen. Bund und Länder haben nun zwei Monate Zeit, Brüssel von ihren Plänen für strengere Düngeregeln zu überzeugen. Anderenfalls könnte Deutschland erneut vom Europäischen Gerichtshof verurteilt werden. Dann würden Strafen in Millionenhöhe fällig. Umweltkommissar Vella beklagte, die Qualität des deutschen Grundwassers sei unter den schlechtesten in der EU. Der Bauernverband kritisierte den Druck aus Brüssel als unverhältnismäßig. Die Wasserwirtschaft begrüßte den Schritt hingegen. Bei dem Streit geht es vor allem um Gülle und anderen Dünger auf den Feldern. Laut einem Bericht von 2016 wurden an 28 Prozent der Messstellen die Höchstwerte für Nitrat überschritten.| 26.07.2019 00:00 Uhr