NDR Info Nachrichten vom 22.07.2019:

Ukraine: Selenskyj bekräftigt Friedenswillen

Kiew: Der ukrainische Präsident Selenskyj hat sein Ziel bekräftigt, den Krieg im Osten des Landes zu beenden. Nach dem vermutlichen Sieg seiner Partei bei der Parlamentswahl sagte Selenskyj, vorrangige Aufgaben seien zudem, ukrainische Gefangene aus Russland zurückzuholen und die Korruption zu besiegen. Nach Auswertung von 22 Prozent der Stimmzettel liegt die Präsidenten-Partei bei knapp 42 Prozent. Dahinter folgen die prorussische Oppositionsplattform und die Partei des ehemaligen Staatschefs Poroschenko. Selenskyj hat angekündigt, Koalitionsverhandlungen mit der nationalliberalen Partei Holos aufzunehmen. Zu ihr gehören etliche Vertreter der Zivilgesellschaft, darunter prominente Anti-Korruptions-Kämpfer.| 22.07.2019 07:15 Uhr

Minister will Notfallversorgung neu regeln

Berlin: Gesundheitsminister Spahn hat nach Presseinformationen den Gesetzentwurf zur Neuordnung der medizinischen Notfallversorgung fertig gestellt. Wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten, sollen die Notrufnummer 112 und die Nummer der Terminservicestellen der Ärzte zusammengeschaltet werden. Patienten sollen telefonisch eine erste Einschätzung bekommen, ob ihnen in einer Klinik oder bei einem ambulanten Arzt am besten geholfen werden kann. In Krankenhäusern sind ferner spezielle Notfallzentren geplant, in denen Patienten je nach Schwere ihrer Erkrankung in eine stationäre oder ambulante Behandlung geschickt werden. Spahn hatte die Grundzüge der Reform bereits im Dezember vorgestellt. Ziel ist es, die Notaufnahmen in Krankenhäusern zu entlasten.| 22.07.2019 07:15 Uhr

Krisengespräche über festgesetzten Tanker

London: Der britische Außenminister Hunt hat mit seinen Amtskollegen aus Deutschland und Frankreich, Maas und Le Drian, über den Konflikt mit dem Iran wegen eines festgesetzten Tankers beraten. Man sei sich einig, dass eine freie Fahrt durch die Straße von Hormus oberste Priorität habe, erklärte das britische Außenministerium nach dem Telefonat. Zugleich müsse eine Eskalation vermieden werden. Die britische Regierung will heute in einer Dringlichkeitssitzung das weitere Vorgehen besprechen. Der Iran hält den unter britischer Fahne fahrenden Tanker seit Freitag fest.| 22.07.2019 07:15 Uhr