NDR Info Nachrichten vom 19.07.2019:

Fridays for Future-Demos trotz Sommerferien

Berlin: In vielen deutschen Städten finden heute wieder "Fridays for Future"-Demonstrationen statt. Trotz der Sommerferien erwarten die Organisatoren Tausende Teilnehmer. Zu der Kundgebung im Berliner Regierungsviertel wird auch die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg erwartet. Sie will zu den Demonstranten sprechen. Gestern hatten die zuständigen Fachminister mit Kanzlerin Merkel darüber beraten, wie der Ausstoß klimaschädlicher Gase deutlich gesenkt werden kann. Aber auch bei dem dritten Treffen des Klimakabinetts fiel keine Entscheidung. Im Gespräch ist unter anderem, Kohlendioxid mit einem Preis zu belegen, um den CO2-Ausstoß im Verkehr und beim Heizen zu verteuern. Das könnte über eine Steuer geregelt werden oder über den Verkauf von Verschmutzungsrechten.| 19.07.2019 09:45 Uhr

Drohnen-Abschuss: Iran dementiert

Teheran: Iran hat die Darstellung der USA zurückgewiesen, dass ein amerikanisches Kriegsschiff eine iranische Drohne in der Straße von Hormus abgeschossen hat. Das Außenministerium in Teheran äußerte auf Twitter die Vermutung, dass die Amerikaner irrtümlich eine eigene Drohne zerstört haben könnten. Iran habe kein unbemanntes Flugobjekt verloren. Nach Angaben von US-Präsident Trump hat die "USS Boxer" eine iranische Drohne zerstört. Das unbemannte Flugobjekt sei dem Schiff sehr nahe gekommen. Mehrere Aufrufe, abzudrehen, seien ignoriert worden, so Trump. Seit dem einseitigen Ausstieg der USA aus dem internationalen Atomabkommen vor einem Jahr wachsen die Spannungen zwischen Washington und Teheran. Zuletzt gab es mehrere Zwischenfälle in der Straße von Hormus.| 19.07.2019 09:45 Uhr

Von der Leyen will EU-Asylpolitik reformieren

Brüssel: Die künftige EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen will die europäische Asylpolitik zugunsten der Mittelmeerstaaten reformieren. Die CDU-Politikerin kritisierte in der "Bild"-Zeitung das bisher geltende Dublin-Verfahren. Es sieht vor, dass der EU-Staat für das Asylverfahren zuständig ist, in dem der Antragsteller erstmals europäischen Boden betreten hat. Von der Leyen forderte, die Mitgliedsstaaten an den Außengrenzen stärker zu unterstützen. Ziel sei eine gerechtere Verteilung der Lasten. Gleichzeitig müssten die Fluchtursachen in den Herkunftsländern und Schlepperbanden wirksamer bekämpft werden. In einem Interview mit den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" kündigte die künftige EU-Kommissionspräsidentin an, sich aus der CDU-Führung zurückzuziehen. Sie lasse ihr Amt als stellvertretende Bundesvorsitzende derzeit ruhen und stelle es beim nächsten Parteitag zur Verfügung.| 19.07.2019 09:45 Uhr