NDR Info Nachrichten vom 16.07.2019:

Von der Leyen hofft auf Mehrheit im EU-Parlament

Straßburg: Ursula von der Leyen will sich heute zur neuen EU-Kommissionspräsidentin wählen lassen. Es ist allerdings unsicher, ob sie im Europa-Parlament eine absolute Mehrheit erhalten wird. Bislang hat sich nur die konservative EVP klar zur deutschen Verteidigungsministerin bekannt. Die Fraktionen der Sozialdemokraten, der Liberalen und der Rechtskonservativen wollen sich erst nach ihrer Bewerbungsrede am Vormittag festlegen. Von der Leyen hatte gestern noch einmal um Unterstützung geworben und ihren Rücktritt als Verteidigungsministerin angekündigt, um ihrer Bewerbung Nachdruck zu verleihen. Wird sie gewählt, tritt die CDU-Politikerin für fünf Jahre die Nachfolge von Jean-Claude Juncker an. Fällt sie bei der Abstimmung durch, müssen die Staats- und Regierungschefs der EU innerhalb eines Monats einen neuen Kandidaten vorschlagen.| 16.07.2019 08:15 Uhr

Türkei zeigt sich von EU-Sanktionen unbeeindruckt

Ankara: Die Türkei will im Streit über Erdgas-Bohrungen vor der Küste Zyperns nicht einlenken. In einer Erklärung des Außenministeriums heißt es, die jüngsten EU-Sanktionen hätten keinen Einfluss auf das Verhalten der Regierung. Man sei weiter entschlossen, die Arbeiten im östlichen Mittelmeer fortzusetzen. Die zyprische Regierung sieht darin einen Verstoß gegen internationales Recht. Auch die EU bezeichnete die Bohrungen als illegal. Sie hat Strafmaßnahmen gegen die Türkei beschlossen.| 16.07.2019 08:15 Uhr

US-Richter reduziert Strafe für Monsanto

San Francisco: Ein US-Gericht hat die Strafzahlung gegen die Bayer-Tochter Monsanto wegen des Pflanzengifts Glyphosat deutlich abgesenkt. Der Richter reduzierte die von einer Jury zunächst festgelegte Summe von umgerechnet 71 Millionen Euro auf 22 Millionen. In dem Prozess war Monsanto verurteilt worden, einem an Krebs erkrankten Mann Schadenersatz zu zahlen. Er hatte auf seinem Grundstück jahrelang das glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel Roundup verwendet. Bayer kündigte an, trotz der Verringerung der Strafe in Berufung zu gehen.| 16.07.2019 08:15 Uhr

DGB warnt vor Belastungen für Berufspendler

Berlin: Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat vor Belastungen für Berufspendler bei der Einführung einer CO2-Steuer gewarnt. DGB-Vorstandsmitglied Buntenbach sagte der "Augsburger Allgemeinen", wo Menschen mobil sein müssten, dürfe das nicht durch eine CO2-Steuer behindert werden. Das gelte insbesondere für Bezieher niedriger Einkommen. Auch die Unternehmen müssten hier in die Pflicht genommen werden.| 16.07.2019 08:15 Uhr