NDR Info Nachrichten vom 15.07.2019:

Forscher: Weniger, aber bessere Krankenhäuser

Berlin: Nach einer Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung kann die medizinische Versorgung in Deutschland durch eine Konzentration auf große Kliniken verbessert werden. Die Autoren vom Berliner Institut für Gesundheits- und Sozialforschung empfehlen, mehr als die Hälfte der aktuell 1.400 Krankenhäuser mit Notfallstationen zu schließen und die verbleibenden Häuser besser mit Personal und Material auszustatten. Dadurch ließen sich viele Komplikationen und Todesfälle vermeiden, denn kleinere Kliniken hätten oftmals nicht die nötige Ausstattung, um Notfälle zu behandeln. Die Bundesärztekammer bemängelte, gerade im ländlichen Raum müsse eine flächendeckende Behandlung sichergestellt bleiben. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft erinnerte daran, dass die Kommission zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in der Bundesrepublik erst kürzlich das Gegenteil vorgeschlagen habe.| 15.07.2019 16:45 Uhr

Europäer wollen Iran-Atomabkommen erhalten

Brüssel: Die Außenminister mehrerer EU-Staaten sehen weiterhin Chancen für den Erhalt des Atomabkommens mit dem Iran. Bei einem Treffen in Brüssel sagte der britische Chefdiplomat Hunt, man wolle sich um eine Entspannung zwischen Iran und den USA bemühen. Frankreichs Außenminister Le Drian mahnte zur Einigkeit, um das Abkommen zu retten. Die Führung in Teheran hat sich zu Gesprächen mit Washington bereiterklärt, allerdings unter der Bedingung, dass Washington die Sanktionen beendet. Die EU-Außenminister beraten heute außerdem über den Umgang mit Migration und Flüchtlingen.| 15.07.2019 16:45 Uhr

Von der Leyen wirbt um Unterstützung

Brüssel: Ursula von der Leyen wirbt mit neuen Zusagen um Unterstützung bei der bevorstehenden Wahl zur Präsidentin der EU-Kommission. In einem achtseitigen Schreiben an die europäischen Sozialdemokraten - aus dem die Nachrichtenagentur dpa zitiert - kündigt sie unter anderem einen neuen Vorstoß zur Reduzierung von Treibhausgasen an. Mit Blick auf sozialdemokratische Forderungen verspricht die CDU-Politikerin, die rechtlichen Voraussetzungen für eine EU-weite Durchsetzung fairer Mindestlöhne zu schaffen. Zudem sichert sie zu, für eine stärkere Rolle des Parlaments im EU-Gesetzgebungsprozess einzutreten. Von der Leyen muss sich nach der Nominierung durch die Staats- und Regierungschefs morgen im Europaparlament einer Abstimmung stellen.| 15.07.2019 16:45 Uhr