NDR Info Nachrichten vom 14.07.2019:

Union: Andere sollten von der Leyen mitwählen

Berlin: Führende Unions-Politiker haben andere Parteien dazu aufgerufen, Ursula von der Leyen als neue EU-Kommissionschefin zu wählen. CSU-Chef Söder warf dem Berliner Koalitionspartner SPD in diesem Zusammenhang einen schlechten Stil vor. Es könne nicht angehen, dass die Sozialdemokraten Stimmung gegen von der Leyen machten, so Söder im ZDF. Der CDU-Europaabgeordnete McAllister warnte vor einem Scheitern der deutschen Verteidigungsministerin. Sollte von der Leyen am Dienstag im Europaparlament abgelehnt werden, würde die EU handlungsunfähig, sagte McAllister auf NDR Info. Von der Leyen ist auf Stimmen außerhalb des christdemokratischen Lagers angewiesen. EU-Abgeordnete der SPD hatten von der Leyen zuletzt scharf kritisiert und ihre europäischen Kollegen der sozialdemokratischen Fraktion dazu aufgerufen, die CDU-Politikerin nicht mitzuwählen.| 14.07.2019 23:00 Uhr

AfD-Chef Meuthen: Kandidatur Höckes wäre richtig

Berlin: AfD-Chef Meuthen stellt sich hinter die parteiinterne Forderung zum Rechtsaußen-Mitglied Höcke. Meuthen sagte in der ARD, er begrüße es, wenn Höcke beim Parteitag im November für den Bundesvorstand kandidiert. Ein solcher Schritt sei folgerichtig. Mehrere AfD-Landeschefs und Vize-Bundesvorsitzende hatten Höcke dazu aufgerufen, als neuer Parteichef zu kandidieren. Sie erklärten zum Beispiel, wenn Höcke immer wieder den Vorstand kritisiere und die Machtfrage stelle, solle er sich stellen. Er werde dann vermutlich scheitern. Der Thüringer AfD-Chef Höcke gehört in seiner Partei einer rechten Gruppe an, die vom Verfassungsschutz als Verdachtsfall beobachtet wird.| 14.07.2019 23:00 Uhr

Historisches Signal bei franz. Militärparade

Paris: Frankreich, Deutschland und andere EU-Partner haben am französischen Nationalfeiertag ein Zeichen für mehr Europa bei der Verteidigung gesetzt. Bundeskanzlerin Merkel verfolgte mit Frankreichs Präsident Macron und Spitzenpolitikern aus mehreren EU-Ländern die traditionelle Militärparade. Daran nahmen im Zentrum von Paris auch Bundeswehrsoldaten teil. Merkel bezeichnete die grenzüberschreitende Ausrichtung der Parade als große Geste in Richtung der europäischen Verteidigungspolitik. Sie sei geehrt, dass Deutsche daran teilgenommen hätten. Macron sagte, Europa sei seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs noch nie so wichtig gewesen. Am Rande der Militärparade gab es Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten. Mehr als 170 Menschen wurden kurzzeitig festgenommen, darunter drei prominente Vertreter der Gelbwesten-Bewegung.| 14.07.2019 23:00 Uhr