NDR Info Nachrichten vom 11.07.2019:

Bericht: Deutschland muss IS-Familie zurückholen

Berlin: Deutschland muss Angehörige von IS-Kämpfern zurückholen. Nach Recherchen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" geht das aus einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Berlin hervor. Das Auswärtige Amt muss jetzt die Identität von drei minderjährigen Kindern in einem syrischen Flüchtlingslager klären. Zudem soll es ihnen und der deutschen Mutter die Rückreise nach Deutschland ermöglichen. Zur Begründung führte das Gericht an, die Familie könne sich auf die im Grundgesetz verankerte Schutzpflicht des Staates berufen. In der Bundesregierung bestehe die Sorge, dass radikalisierte IS-Frauen oft ein großes Sicherheitsrisiko darstellten.| 11.07.2019 17:15 Uhr

Iran weist erneuten Tankerzwischenfall zurück

Teheran: Die iranische Regierung hat Berichte zurückgewiesen, wonach es einen Zwischenfall mit einem britischen Schiff im Persischen Golf gegeben hat. Außenminister Sarif sagte, es handele sich um wertlose Unterstellungen. Großbritannien hatte zuvor mitgeteilt, Boote der Revolutionsgarden hätten versucht, einen britischen Öltanker in der Nähe der Meerenge von Hormus zu behindern. Medienberichten zufolge sollen die Iraner den Kapitän des Schiffes zu einer Kursänderung aufgefordert haben. Eine britische Fregatte musste demnach einschreiten. Die Meerenge von Hormus zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman gilt als wichtige Wasserstraße für den Öl-Transport.| 11.07.2019 17:15 Uhr

Identitäre Bewegung als rechtsextremistisch eingestuft

Berlin: Die sogenannte "Identitäre Bewegung" kann ab sofort mit allen geheimdienstlichen Mitteln beobachtet werden. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat die Organisation als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Der Präsident der Behörde, Haldenwang, erklärte, es handele sich um geistige Brandstifter, die die Gleichheit der Menschen oder gar die Menschenwürde an sich infrage stellten. Die Anhänger der Bewegung redeten von Überfremdung, erhöhten ihre eigene Identität, um andere abzuwerten und schürten gezielt Feindbilder. Dies sei mit dem Grundgesetz nicht vereinbar. Die 2012 gegründete Identitäre Bewegung Deutschland hat nach Schätzungen des Verfassungsschutzes etwa 600 Mitglieder.| 11.07.2019 17:15 Uhr