NDR Info Nachrichten vom 11.07.2019:

Grüne gegen von der Leyen

Brüssel: Verteidigungsministerin von der Leyen kann bei der Wahl für das Amt der EU-Kommisionpräsidentin nicht mit der Unterstützung der Grünen rechnen. Grünen-Co-Fraktionschefin Keller sagte, von der Leyens Antworten bei einer Anhörung seien enttäuschend gewesen. Man habe keinen konkreten Vorschlag gehört - sei es zur Rechtsstaatlichkeit oder zum Klima. Von der Leyen wirbt derzeit in den Fraktionen des EU-Parlaments um Unterstützung. Sie soll auf Vorschlag der Staats- und Regierungschefs EU-Kommissionpräsidentin werden. Dazu braucht sie die Zustimmung der Parlamentarier.| 11.07.2019 04:00 Uhr

Merkel empfängt dänische Ministerpräsidentin

Berlin: Bundeskanzlerin Merkel begrüßt heute die neue dänische Ministerpräsidentin Frederiksen in der Bundeshauptstadt. Merkel wird die Sozialdemokratin mit militärischen Ehren vor dem Kanzleramt empfangen. Anschließend werden die beiden Politikerinnen über europapolitische sowie internationale Fragen sprechen. In Dänemark waren die bislang oppositionellen Sozialdemokraten bei der Parlamentswahl am 5. Juni stärkste Kraft geworden. Frederiksen führt eine Minderheitsregierung an, die von mehreren anderen Parteien unterstützt wird.| 11.07.2019 04:00 Uhr

Pistorius fordert Strategie für Kampf gegen Extremismus

Hannover: Niedersachsens Innenminister Pistorius hat eine bundesweite Strategie für die Analyse extremistischer Strukturen gefordert. Die zunehmende Radikalisierung der rechten Szene sei derzeit eines der drängendsten Probleme, sagte Pistorius. Hass, Hetze und Bedrohungen nähmen rasant zu. Die Sicherheitsbehörden arbeiteten täglich daran, mit dieser Entwicklung Schritt zu halten. Die Innenminister und Innensenatoren der SPD-geführten Länder kommen heute in Potsdam zu einer Konferenz zusammen, um unter anderem über den Rechtsextremismus im Netz zu beraten.| 11.07.2019 04:00 Uhr

Italien baut Zusammenarbeit mit Libyen aus

Rom: Italien baut die umstrittene Zusammenarbeit mit der libyschen Küstenwache aus, um die Migration von Bootsflüchtlingen einzudämmen. Man werde Libyen mit Material und Training noch mehr unterstützen, teilte die Regierung in Rom mit. Der von der EU unterstützte Deal sieht vor, dass die Libyer Bootsflüchtlinge auf dem Mittelmeer abfangen und wieder in das Bürgerkriegsland zurückbringen. Er ist umstritten, weil Migranten in dem Land schwerste Misshandlungen drohen.| 11.07.2019 04:00 Uhr