NDR Info Nachrichten vom 10.07.2019:

Kabinett erlaubt Gesundheitsapps auf Rezept

Berlin: Gesundheitsapps soll es nach dem Willen der Bundesregierung künftig auf Rezept geben. Das Kabinett brachte einen Entwurf von Gesundheitsminister Spahn auf den Weg. Zuvor hatte der CDU-Politiker seine Pläne noch einmal verteidigt. Im ARD-Morgenmagazin sagte Spahn, er wolle Gesundheits-Apps auf Rezept und Online-Sprechstunden zum Standard machen. Man werde aber auf Qualität achten. Demnach sollen die Apps ein Zulassungsverfahren durchlaufen. Künstliche Intelligenz und digitale Anwendungen würden Ärzte aber nicht ersetzen, so der Gesundheitsminister. Weiteres Thema im Kabinett ist die Frage, wie in den deutschen Regionen gleichwertige Lebensverhältnisse hergestellt werden können. Grundlage sind Vorschläge, die eine Kommission erarbeitet hat.| 10.07.2019 11:15 Uhr

Von der Leyen will Pläne für Europa vorstellen

Brüssel: Eine Woche nach ihrer Nominierung für das Amt der EU-Kommissions-Chefin will Ursula von der Leyen heute ihre Pläne und Ziele für Europa vorstellen. Die Grünen im Europaparlament haben die CDU-Politikerin zu einer Anhörung eingeladen, die am Nachmittag live im Internet übertragen wird. Vorher will die 60-Jährige noch Sozialdemokraten und Liberalen in Brüssel einen Besuch abstatten. Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union hatten von der Leyen in der vergangenen Woche als Nachfolgerin für Kommissionschef Juncker vorgeschlagen. Ob sie auch im EU-Parlament mit einer stabilen Mehrheit rechnen kann, ist noch unsicher.| 10.07.2019 11:15 Uhr

Klimawandel gefährdet Kampf gegen Hunger

New York: Der Klimawandel bedroht offenbar die Erfolge bei der Bekämpfung von Hunger und extremer Armut in der Welt. In einem Bericht der Vereinten Nationen heißt es, 821 Millionen Menschen seien 2017 unterernährt gewesen. Dies seien fast 40 Millionen mehr als zwei Jahre zuvor. Die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben, sei dagegen leicht gesunken - auf 8,6 Prozent der Weltbevölkerung. Nach heutigem Stand müssten im Jahr 2030 aber immer noch sechs Prozent von weniger als einem Dollar 90 pro Tag leben. Das von den Vereinten Nationen verabschiedete Nachhaltigkeitsziel werde dadurch verfehlt.| 10.07.2019 11:15 Uhr