NDR Info Nachrichten vom 06.07.2019:

Sea-Watch-Machinist fordert mehr Hilfe

Oldenburg: Die Bewegung "Seebrücke" hat deutsche Städte aufgefordert, sich bei der Aufnahme von geretteten Flüchtlingen stärker zu engagieren. Der Maschinist des Schiffs "Sea Watch 3", Moje, verlangte, die Kommunen sollten sich auch öffentlich gegen die Kriminalisierung der Seenotretter auf dem Mittelmeer wenden. Zugleich kritisierte Moje auf einer Demonstration in Oldenburg die EU und die Bundesregierung für ihre vermeintliche Untätigkeit. Er war erst vor wenigen Tagen aus Italien zurückgekehrt, nachdem die dortigen Behörden das Schiff unter dem Kommando der deutschen Kapitänin Rackete festgesetzt hatten. Neben Oldenburg gab es auch in sechs weiteren niedersächsischen Städten Demonstrationen für Rackete und die Rechte von Geflüchteten. Insgesamt hatte die Bewegung "Seebrücke" heute deutschlandweit in 90 Orten Aktionen geplant.| 06.07.2019 16:45 Uhr

SPD und Grüne in Bremen stimmen für Koalitionsvertrag

Bremen: SPD und Grüne in der Hansestadt haben dem geplanten Regierungsbündnis mit den Linken zugestimmt. Auf ihren Landesparteitagen votierten die Delegierten jeweils mit großer Mehrheit für den Koalitionsvertrag. Die Zustimmung der Linken war bereits am Donnerstag erfolgt. Die Partei befragt aber zusätzlich noch ihre Mitglieder über den Eintritt in die rot-grün-rote Koalition. Sollten auch diese zustimmen, wäre das erste Regierungsbündnis der drei Parteien in Westdeutschland perfekt. Der künftige Bremer Senat soll vom bisherigen SPD-Fraktionschef Bovenschulte als Bürgermeister angeführt werden. Die Sozialdemokraten nominierten den 53-Jährigen als Nachfolger für Carsten Sieling, der wegen der Stimmenverluste seiner Partei bei der Landtagswahl nicht noch einmal antrat.| 06.07.2019 16:45 Uhr

Sachsen-Liste AfD-Chef Gauland wittert Trickserei

Leinfelde: Nach der Panne bei der Aufstellung der AfD-Landesliste für die Landtagswahl in Sachsen wittert der Bundesvorsitzende der Partei, Gauland, Einflussnahme von Außen. Auf einer AfD-Veranstaltung im thüringischen Leinfelde sagte Gauland, der Landeswahlausschuss in Sachsen wolle seine Partei mit formalen Tricksereien kleinhalten. Die AfD solle von ihrem Wahlsieg entmachtet werden. Hintergrund der Kritik ist die gestrige Entscheidung des Landeswahlausschusses in Sachsen, nur die AfD-Kandidaten auf den ersten 18 Listenplätzen zur Landtagswahl zuzulassen. Zur Begründung wurde darauf verwiesen, dass die Partei ihre Liste auf zwei getrennten Parteitagen bestimmt und damit einen formalen Fehler begangen habe.| 06.07.2019 16:45 Uhr

Zuversicht in Brandgebieten im Nordosten steigt

Lübtheen: In dem Waldbrandgebiet in Mecklenburg-Vorpommern steigt die Zuversicht der Einsatzkräfte weiter. Seit heute früh genehmigten sie auch den letzten Bewohnern der evakuierten Dörfer, in ihre Häuser zurückzukehren. Allerdings durften die 260 Menschen nur die Zufahrtsstraßen nutzen. Das Gebiet um den ehemaligen Truppenübungsplatz in der Nähe von Lübtheen soll weiterhin großzügig umfahren werden, um die Einsatzkräfte nicht zu behindern. Der Katastrophenalarm im Waldbrandgebiet bleibt voraussichtlich noch bis Montag bestehen. Experten orten mit Wärmebildkameras weiterhin Glutnester. Und der Wind facht immer wieder kleinere Feuer an.| 06.07.2019 16:45 Uhr