NDR Info Nachrichten vom 05.07.2019:

Schulze informiert über CO-2-Steuer-Pläne

Berlin: Bundesumweltministerin Schulze sieht sich durch drei Gutachten darin bestärkt, dass eine CO-2-Steuer sozialverträglich gestaltet werden kann. Die Gutachten werden derzeit in Berlin vorgestellt. Schulze plädiert dafür, den Ausstoß klimaschädlicher Gase mit einer Steuer zu belasten. Dies könnte beispielsweise Autofahrer oder Flugreisende betreffen. Die Einnahmen will die Ministerin wieder an die Verbraucher ausschütten. Wer sich für ein klimafreundliches Verhalten entscheide, mache ein Plus, so die SPD-Politikerin. Schulze teilte mit, die Erkenntnisse der Forscher nun in das Klimakabinett einzubringen. Dort wird über ein Klimaschutzgesetz beraten, das sicherstellt, dass die Ziele zur Verringerung des CO-2 Ausstoßes eingehalten werden. Deutschland will den Ausstoß bis 2030 um 55 Prozent gegen 1990 reduzieren. Bisher sind es etwa 30 Prozent weniger.| 05.07.2019 12:45 Uhr

Bewohner Alt Jabels dürfen hoffen

Lübtheen: Die Einsatzkräfte im Waldbrandgebiet in Mecklenburg-Vorpommern konzentrieren sich weiter auf die Ortschaft Alt Jabel. Landrat Sternberg äußerte die Hoffnung, dass die Bewohner am Abend in ihre Häuser zurückkehren dürfen. Der Feuerwehr ist es gelungen, Brände und Glutnester um Alt Jabel auf 500 Meter zurückzudrängen. Für eine Aufhebung der Evakuierung müssen es 1.000 Meter sein. Das soll im Laufe des Tages erreicht werden. Als großen Erfolg bezeichnete es der Landrat des Kreises Ludwigslust-Parchim, dass sich das Feuer in dem Gebiet nicht mehr ausbreitet.| 05.07.2019 12:45 Uhr

Malta übernimmt 54 Schiffbrüchige

La Valletta: Malta hat die Aufnahme der Schiffbrüchigen zugesagt, die von der italienischen Hilfsorganisation Mediterranea gerettet worden sind. Demnach soll ein Marineboot die 54 Migranten von dem Segelschiff "Alex" abholen. Im Gegenzug werde Italien ebenso viele Migranten aus Malta übernehmen, hieß es. Die "Alex" hatte die Flüchtlinge gestern von einem Schlauchboot gerettet und befindet sich derzeit vor Lampedusa. Italiens Innenminister Salvini hatte eine Aufnahme kategorisch abgelehnt. Das neue Ziel Malta befindet sich rund 160 Kilometer entfernt. Unterdessen hat das Schiff "Alan Kurdi" der deutschen Hilfsorganisation Sea-Eye nach eigenen Angaben heute früh weitere 65 Menschen von einem überladenen Schlauchboot gerettet.| 05.07.2019 12:45 Uhr