NDR Info Nachrichten vom 03.07.2019:

Sassoli wirbt für Integration und Solidarität

Straßburg: Der neue Präsident des EU-Parlaments, Sassoli, will sich für mehr Integration und Solidarität in Europa einsetzen In seiner Antrittsrede sagte Sassoli, die Staatengemeinschaft müsse dazu mehr Mut haben. Es gehe auch darum, stärker auf die Erwartungen der Bürger zu reagieren. Nur so könne deren Vertrauen in die EU wiederhergestellt werden. Als eine der Prioritäten der neuen Legislaturperiode nannte der Sozialdemokrat die Reform des europäischen Einwanderungs- und Asylrechts.   Die Abgeordneten des EU-Parlaments hatten den 63-jährigen Italiener am Mittag zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Er erhielt im zweiten Durchgang die erforderliche absolute Mehrheit der Stimmen. Insgesamt hatten sich vier Kandidaten um das Amt beworden, unter ihnen die Grünen-Politikerin Ska Keller aus Deutschland.| 03.07.2019 17:45 Uhr

Kramp-Karrenbauer kritisiert Verhalten der SPD

Berlin: Die CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer hat der SPD vorgeworfen, im Ringen um die Neubesetzung der Kommissionsführung vor allem partei-politischen Interessen zu folgen. Kramp-Karrenbauer sagte, der konservative Spitzenkandidat Weber sei bereit gewesen, persönliche Interessen zurückzustellen und dem Sozialdemokraten Timmermans den Kommissionsvorsitz zu überlassen. Von Seiten der Sozialisten in Europa, vor allem der SPD in Deutschland, habe ein solches Signal zu jeder Zeit gefehlt. Zuvor war von Seiten der SPD deutliche Kritik an der Entscheidung des EU-Rates gekommen, Verteidigungsministerin von der Leyen für die Kommissionsspitze zu nominieren. Niedersachsens Ministerpräsident Weil sprach von einem schweren Fehler. Das Thema Spitzenkandidatur sei faktisch beerdigt worden.| 03.07.2019 17:45 Uhr

Leichte Entspannung bei Lübtheen

Lübtheen: Die Lage im Waldbrandgebiet in Mecklenburg-Vorpommern hat sich erstmals seit Ausbruch des Feuers am Sonntag leicht entspannt. Am Mittag konnten einige Bewohner in ihre vorsorglich geräumten Häuser zurückkehren. Als erstes gab die Einsatzleitung den Ort Trebs wieder frei. Am frühen Abend soll Jessenitz-Werk folgen. Der zuständige Landrat Sternberg erklärte, die Einsatzkräfte hätten das Feuer das erste Mal im Griff. Von einer generellen Entspannung könne aber noch keine Rede sein. In Jabel waren die Flammen nach seinen Worten zwischenzeitlich bis auf 50 Meter an die Häuser herangerückt. Noch immer müssen mehrere hundert Menschen in Notunterkünften oder bei Verwandten ausharren, so der Leiter des Einsatzstabes.| 03.07.2019 17:45 Uhr