NDR Info Nachrichten vom 02.07.2019:

EU-Personalgipfel in der Verlängerung

Brüssel: Die EU-Staats- und Regierungschefs unternehmen einen weiteren Versuch, sich über die Besetzung europäischer Spitzenämter zu verständigen. Bundeskanzlerin Merkel rief ihre Kollegen zu Kompromissbereitschaft auf. Ob es am heutigen dritten Gipfeltag eine Einigung geben wird, ist offen. Zunächst werden Einzelgespräche geführt, gegen 13.00 Uhr kommen die Teilnehmer in großer Runde zusammen. Favorit für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten war zuletzt der Niederländer Timmermans. Die vier osteuropäischen Länder Tschechien, Polen, Ungarn und Slowakei machten aber nochmals deutlich, dass sie seine Nominierung nicht mittragen werden. Besetzt werden müssen auch die Positionen des EU-Ratspräsidenten und des Außenbeauftragten sowie des Parlamentspräsidenten.| 02.07.2019 12:15 Uhr

Waldbrände: MV bekommt Hilfe von Bundeswehr

Lübtheen: In Mecklenburg-Vorpommern bekämpfen Feuerwehrleute weiter den Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz. Die Einsatzkräfte erhalten dabei Unterstütztung von der Bundeswehr. Räum- und Bergepanzer sollen Schneisen in das Gebiet schlagen, um so den Feuerwehren sicheren Zugang in das Gebiet zu verschaffen. Fast 600 Hektar Wald sind betroffen. Wegen Munitionsresten kommt es immer wieder zu Explosionen. Vier Dörfer im Landkreis Ludwigslust-Parchim sind bereits geräumt. Landrat Sternberg sagte, es sei gelungen, die Dörfer vor dem Übergreifen des Feuers zu schützen. Die Polizei ermittelt inzwischen wegen vorsätzlicher Brandstiftung.| 02.07.2019 12:15 Uhr

Italien entscheidet über Sea-Watch-Kapitänin

Rom: Im Fall der Sea-Watch-Kapitänin Rackete wird heute eine Entscheidung des Ermittlungsrichters in Italien erwartet. Unklar ist, ob die 31-Jährige auf freien Fuß gesetzt oder ob Haftbefehl erlassen wird. Sie verbrachte eine weitere Nacht im Hausarrest. Die Staatsanwaltschaft wirft der Kapitänin Widerstand gegen ein Militärschiff und Vollstreckungsbeamte vor. Ihr drohen bis zu zehn Jahre Haft. Rackete war mit der "Sea-Watch 3" unerlaubt in den Hafen der Mittelmeerinsel Lampedusa eingefahren und soll dabei ein Polizeischiff angestoßen haben. An Bord waren 40 Flüchtlinge, die die Crew im vergangenen Monat im Mittelmeer aus Seenot gerettet hatte.| 02.07.2019 12:15 Uhr