NDR Info Nachrichten vom 01.07.2019:

Brüssel: Noch keine Lösung im EU-Personalpoker

Brüssel: Bei den Beratungen der EU-Staats- und Regierungschefs über das künftige Spitzenpersonal ist weiter keine Lösung in Sicht. Vor wenigen Minuten haben die Teilnehmer die Gespräche unterbrochen. Zahlreiche Staaten weigern sich gegen einen von Bundeskanzlerin Merkel unterstützten Vorschlag, nicht den CSU-Politiker Weber, sondern den Sozialdemokraten Timmermans zum Kommissionspräsidenten zu machen. Wegen des Streits hatte der Sondergipfel am Abend erst mit gut dreistündiger Verspätung begonnen. Seit der Europawahl Ende Mai ringen die EU-Staaten und das Europaparlament um die Besetzung des Kommissionschefs und anderer Spitzenämter. Der deutsche EVP-Kandidat Weber war unter anderem am Widerstand Frankreichs und Spaniens gescheitert.| 01.07.2019 00:00 Uhr

Erste Räumung wegen Waldbrands in Lübtheen

Lübtheen: Wegen des Waldbrands auf einem Truppenübungsplatz muss das Dorf Alt Jabel geräumt werden. Das teilte der Landkreis Ludwigslust-Parchim mit. Davon betroffen sind 280 Einwohner. Außerdem wird vorsorglich ein Ferienlager mit etwa 100 Kindern aufgelöst. Weitere Anwohner von Hohen Woos müssten sich auf eine Räumung vorbereiten, hieß es. Die Flammen auf dem munitionsbelasteten Gebiet in Lübtheen breiteten sich auf 300 Hektar aus. Für die Löscharbeiten wurde ein Spezialpanzer angefordert. Etwa 150 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Die Kriminnalpolizei ermittelt außerdem wegen des Verdachts der Brandstiftung.| 01.07.2019 00:00 Uhr

Diesel-Affäre bei Audi umfassender als bekannt

Ingolstadt: In der Diesel-Affäre rückt der Autobauer Audi erneut in den Fokus. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks und des "Handelsblatts" hat der Ingolstädter Konzern noch bis ins vergangene Jahr Fahrzeuge verkauft, die mehrere Abschalteinrichtungen nutzten. Das zeigten Bescheide des Kraftfahrtbundesamts, etwa zum Q5-Modell. Audi habe danach nicht eine, sondern vier unterschiedliche Strategien eingesetzt, um die Autos auf dem Prüfstand sauberer zu halten als im Straßenverkehr. Davon sei eine als unzulässig eingestuft worden. Auch das Kraftfahrtbundesamt gerät in dem Zusammenhang in die Kritik. Staatsanwälte, die in der Diesel-Affäre ermitteln, beklagten sich laut den Recherchen über mangelnde Kooperationsbereitschaft. Zwischenzeitlich hätten Ermittlungen gegen die Behörde wegen versuchter Strafvereitelung im Raum gestanden.| 01.07.2019 00:00 Uhr