NDR Info Nachrichten vom 27.06.2019:

Geständnisse im Fall Lügde

Detmold: Die drei Angeklagten im Prozess um den hundertfachen Kindesmissbrauch auf einem Campinggplatz in Lügde haben Geständnisse abgelegt. Die Männer räumten am ersten Verhandlungstag die gegen sie erhobenen Vorwürfe weitestgehend ein. Die beiden Hauptbeschuldigten sollen über Jahre hinweg zahlreiche Jungen und Mädchen sexuell missbraucht haben. Alle Opfer waren minderjährig. Manche Gewalttaten filmten die beiden laut Staatsanwaltschaft. Der dritte Angeklagte soll sich den Missbrauch live im Internet angeschaut und zu den Taten angestiftet haben. Der Prozess wird morgen fortgesetzt. Das Landgericht in Detmold will einige Opfer als Zeugen befragen. Nach Auskunft ihrer Anwälte soll es dabei aber nach den Geständnissen nicht mehr um die konkreten Taten gehen.| 27.06.2019 17:15 Uhr

Zwei weitere Festnahmen im Mordfall Lübcke

Karlsuhr: Im Fall Lübcke hat die Bundesanwaltschaft zwei weitere Verdächtige festnehmen lassen. Die Behörde wirft ihnen Beihilfe zum Mord vor. Einer der beiden soll dem mutmaßlichen Täter die spätere Tatwaffe besorgt haben, der andere soll den Kontakt hergestellt haben. Keine Hinweise hat die Bundesanwaltschaft darauf, dass die Festgenommenen von den konkreten Anschlagsplänen wussten. Der Kasseler Regierungspräsident Lübcke war Anfang Juni erschossen worden. Tatverdächtig ist ein 45-Jähriger mit Verbindungen in die Neonazi-Szene.| 27.06.2019 17:15 Uhr

Seehofer warnt vor Rechtsextremisten

Berlin: Bundesinnenminister Seehofer hat sich für ein härteres Vorgehen gegen Rechtsextremismus ausgesprochen. Seehofer sagte in einer Aktuellen Stunde des Bundestages, nötig sei eine Strategie der "null Toleranz" gegenüber Hassparolen, Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus. Die neue Bundesjustizministerin Lambrecht sagte, die Gesellschaft lasse sich von diesem braunen Sumpf nicht einschüchtern. Sie forderte alle Demokraten auf, wehrhaft zu sein. Die Zahl der Rechtsextremisten hat sich im vergangenen Jahr laut Verfassungsschutzbericht auf 24.100 erhöht. Mehr als die Hälfte von ihnen ist demnach gewaltbereit. Auch die Zahl der registrierten Linksextremisten legte dem Bericht zufolge zu - um knapp 8,5 Prozent auf 32.000. Mehr als jeden Vierten schätzen die Behörden hier als gewaltbereit ein. Die Zahl der Islamisten liegt bei etwa 26.500. Sie stellten eine anhaltend hohe Gefahr dar, heißt es.| 27.06.2019 17:15 Uhr

Bewegung im Handelsstreit zwischen China und USA

Peking: Im Handelsstreit zwischen China und den USA gibt es offenbar Bewegung. Einem Medienbericht zufolge haben sich beide Seiten auf einen vorläufigen Burgfrieden und eine Wiederaufnahme der festgefahrenen Handelsgespräche geeinigt. US-Präsident Trump soll demnach zugesagt haben, zunächst keine Sonderzölle auf weitere chinesische Waren zu verhängen. Das sei die Bedingung von Chinas Präsident Xi für ein Treffen mit Trump gewesen, heißt es. Beide Politiker wollen am Wochenende am Rande des G20-Gipfels in Japan miteinander sprechen.| 27.06.2019 17:15 Uhr