NDR Info Nachrichten vom 20.06.2019:

Tory-Vorsitz: Johnson oder Hunt

London: Im Rennen um den Vorsitz der britischen Konservativen gibt es nun noch zwei Bewerber: Ex-Außenminister Johnson und den amtierenden Außenminister Hunt. In der fünften und letzten Wahlrunde der Tory-Abgeordneten erhielt Johnson am Abend 160 Stimmen, Hunt bekam 77. Umweltminister Gove schied als Drittplatzierter aus. Nun sollen die rund 160.000 Parteimitglieder per Briefwahl zwischen den beiden verbliebenen Kandidaten entscheiden. Das Ergebnis soll in gut einem Monat feststehen. Der neue Partei-Vorsitzende übernimmt auch den Posten des Premierministers.| 20.06.2019 19:45 Uhr

Merkel wirbt für klimaneutrale Wirtschaft

Brüssel: Bundeskanzlerin Merkel hat zum Auftakt des EU-Gipfels für das Ziel einer klimaneutralen Wirtschaft bis 2050 geworben. Dieses könne sie für Deutschland ausdrücklich unterstützen, sagte Merkel. Insgesamt hoffe sie beim Klimaschutz, dass auch andere ambitionierte Vorhaben Realität würden. Deutschland und andere Staaten müssten zusätzliche Anstrengungen unternehmen, um die Ziele für 2030 zu erreichen, so Merkel. Der EU-Gipfel berät zudem über die Nachfolge von Kommissionschef Juncker und vier weitere Spitzenposten. Anspruch auf das Amt erhebt der CSU-Politiker Weber, dessen Europäische Volkspartei bei der Europawahl stärkste Kraft wurde. Weitere Kandidaten sind der Sozialdemokrat Timmermans und die Liberale Vestager.| 20.06.2019 19:45 Uhr

EU verlängert Krim-Sanktionen

Brüssel: Die EU verlängert die Sanktionen gegen die von Russland einverleibte Halbinsel Krim. Nach dem Beschluss sollen die Ausfuhr- und Investitionsverbote für EU-Unternehmen bis Juni 2020 weiter gelten. Die Entscheidung treffe unter anderem die Energie- und Telekommunikationsbranche. Auch Kreuzfahrtschiffe aus der Europäischen Union dürfen weiterhin nicht in die Häfen der Krim einlaufen. Die EU erklärte, sie trete damit entschlossen für die Souveränität der Ukraine ein und verurteile eine rechtswidrige Annexion der Krim.| 20.06.2019 19:45 Uhr

Erste Einigung im "Gorch Fock"-Rechtsstreit

Bremerhaven: Das Marine-Schiff "Gorch Fock" kommt trotz eines laufenden Rechtsstreits morgen doch aufs Wasser. Die Bredo-Werft und das Verteidigungsministerium teilten mit, dass in Verhandlungen eine erste Einigung gefunden worden sei. Ein Sprecher des Bremerhavener Unternehmens sagte, man sei einen großen Schritt auf den Bund zugegangen, um den Rumpf der "Gorch Fock" planmäßig auszudocken. Im Gegenzug soll offenbar das Pfandrecht der Werft erhalten bleiben, bis die Frage vor Gericht endgültig geklärt ist. Die Bredo-Werft hatte das Segelschulschiff im Auftrag der Elsflether Werft saniert. Wegen deren Insolvenz waren bereits geleistete Arbeiten im Wert von rund fünf Millionen Euro nicht entlohnt worden. Diese Summe fordert die Bredo-Werft nun vom Verteidigungsministerium.| 20.06.2019 19:45 Uhr