NDR Info Nachrichten vom 20.06.2019:

EU-Gipfel berät über Vergabe von Spitzenjobs

Brüssel: Die EU-Staats- und Regierungschefs sind zu ihrem Gipfeltreffen zusammengekommen. Bei den Beratungen geht es unter anderem um die Nachfolge von Kommissionschef Juncker und vier weitere Spitzenposten. EU-Ratspräsident Tusk äußerte die Hoffnung, dass noch heute eine Einigung zustande kommt. Anspruch auf Junckers Nachfolge erhebt der CSU-Politiker Manfred Weber, dessen Europäische Volkspartei bei der Europawahl stärkste Kraft wurde. Frankreichs Präsident Macron lehnt Weber allerdings ab. Die Verhandlungen könnten sich deshalb bis Anfang Juli hinziehen. Als Kandidaten für das Amt des Kommissionspräsidenten bewerben sich auch der Sozialdemokrat Timmermans und die Liberale Vestager. Weiteres großes Thema ist die Klimapolitik. Die EU-Staats- und Regierungschefs könnten erstmals das Ziel einer klimaneutralen Wirtschaft bis 2050 festschreiben.| 20.06.2019 15:15 Uhr

Iran verurteilt Verletzung des Luftraums

Teheran: Der Iran hat die angebliche Verletzung seines Luftraums am Persischen Golf durch eine amerikanische Drohne des Typs "Global Hawk" verurteilt. Man protestiere aufs Schärfste gegen diesen provokativen und aggressiven Akt und warne eindringlich vor der Verletzung des iranischen Luftraums, sagte Außenamtssprecher Mussawi. Der Iran mache ausschließlich den Aggressor für die Konsequenzen solcher Handlungen verantwortlich. Die USA ihrerseits bestätigten den Abschuss der Drohne und verurteilten den Angriff. Das unbemannte Überwachungsflugzeug habe sich im internationalen Luftraum und keinesweg über dem Iran befunden.| 20.06.2019 15:15 Uhr

Ziemiak lehnt erneut Koalition mit AfD ab

Berlin: CDU-Generalsekretär Ziemiak hat einer möglichen Zusammenarbeit mit der AfD erneut eine Absage erteilt. Ziemiak schrieb bei Twitter, die CDU lehne eine Koalition strikt ab. Das sei auch die Beschlusslage des Bundesparteitags. Zuvor hatte der Fraktionsvize Sachsen-Anhalts, Thomas, eine neue Debatte um den Umgang der CDU mit der AfD ausgelöst. In der "Mitteldeutschen Zeitung" sagte Thomas, derzeit sei eine Koalition nicht möglich, das könne in zwei oder fünf Jahren aber anders sein. Dem Bericht zufolge argumentieren Thomas und sein Amtskollege Zimmer, Wähler der beiden Parteien hätten ähnliche Ziele. Deutschland wähle mehrheitlich konservativ. Die CDU habe jedoch Anhänger verprellt, indem sie multikulturellen Strömungen linker Parteien und Gruppen nicht ausreichend entgegengetreten sei.| 20.06.2019 15:15 Uhr

Klein warnt vor wachsendem Antisemitismus

Dortmund: Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Klein, hat erneut zu mehr Einsatz gegen Judenfeindlichkeit aufgerufen. Auf dem Evangelischen Kirchentag sagte Klein, nötig seien mehr Zivilcourage und Einmischung. Gleichzeitig forderte Klein, den muslimischen Antisemitismus stärker in den Blick zu nehmen. Laut Statistik sei die große Mehrzahl judenfeindlicher Straftaten rechtsextremistisch motiviert. Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland nehme dagegen einen deutlich höheren Anteil islamisch motivierter Täter wahr. Hintergrund sei häufig der Hass auf Israel. Der Evangelische Kirchentag in Dortmund dauert noch bis Sonntag. Die Veranstalter erwarten mehr als 100.000 Besucher.| 20.06.2019 15:15 Uhr