NDR Info Nachrichten vom 18.06.2019:

Politiker verlangen schnelle Aufklärung im Fall Lübcke

Berlin: Der gewaltsame Tod des Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke hat Besorgnis bei führenden deutschen Politikern ausgelöst. Bundespräsident Steinmeier sagte mit Blick auf den mutmaßlich rechtsextremistischen Hintergrund in der "Süddeutschen Zeitung", die vollständige Aufklärung der Tat habe jetzt oberste Priorität. In Anspielung auf die Mordserie der rechtsextremen Terrorgruppe NSU betonte er, Beispiele aus der jüngeren deutschen Geschichte zeigten, wie wichtig Aufklärung bei jeder einzelnen Tat sei. Bundeskanzlerin Merkel sagte, es sei sehr richtig und wichtig, dass der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernommen habe. Die Bundesanwaltschaft vermutet ein politisches Motiv. Dringend tatverdächtig ist ein 45-jähriger mehrfach vorbestrafter Anhänger der rechten Szene. Er sitzt seit dem Wochenende in Untersuchungshaft.| 18.06.2019 06:45 Uhr

USA schicken weitere Soldaten nach Nahost

Washington: Die USA schicken weitere 1.000 Soldaten in den Nahen Osten. Hintergrund sind die zunehmenden Spannungen mit Iran. US-Verteidigungsminister Shanahan verwies ausdrücklich auf die mutmaßlichen Angriffe auf zwei Tanker im Golf von Oman. Die USA machen dafür die Führung in Teheran verantwortlich; die weist die Anschuldigungen zurück. Shanahan betonte gleichzeitig, die Entsendung der Truppen diene allein der Verteidigung amerikanischer Interessen. Man wolle keinen Konflikt mit Iran. Schon Ende Mai hatten die USA ihre militärische Präsenz im Nahen Osten verstärkt; damals mit 1.500 zusätzlichen Soldaten.| 18.06.2019 06:45 Uhr

Selenskyj: Nord Stream 2 nicht weiterbauen

Berlin: Der ukrainische Präsident Selenskyj hat seine Kritik an der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 bekräftigt. Unmittelbar vor seinem Deutschlandbesuch sagte Selenskyj der "Bild"-Zeitung, die Pipeline stelle eine Bedrohung dar. Sie beschädige die Energie-Sicherheit der Ukraine und Europas. Nord Stream 2 wird auch von den USA und osteuropäischen Staaten kritisiert, die eine zu große Abhängigkeit von Russland befürchten. Selenskyj trifft heute in Berlin mit Kanzlerin Merkel und Bundespräsident Steinmeier zusammen. Im Mittelpunkt dürfte der festgefahrene Friedensprozess für den Osten der Ukraine stehen. Dort kämpfen pro-russische Separatisten seit fünf Jahren gegen ukrainische Regierungstruppen.| 18.06.2019 06:45 Uhr

Tory-Abgeordnete stimmen über May-Nachfolge ab

London: Die Abgeordneten der britischen Konservativen stimmen heute erneut über einen Nachfolger für die ehemalige Parteichefin May ab. Im zweiten Wahlgang brauchen die Kandidaten mindestens 33 Stimmen aus der Fraktion, um es in die dritte Runde zu schaffen. Deutlicher Favorit ist der frühere Außenminister Johnson. Beobachter rechnen damit, dass er es bis zur letzten Runde schafft; dann müssen die Parteimitglieder zwischen den beiden verbleibenden Kandidaten entscheiden. Derjenige, der künftig die britischen Konservativen führt, wird Theresa May auch an der Spitze der Regierung folgen.| 18.06.2019 06:45 Uhr