NDR Info Nachrichten vom 17.06.2019:

Steinmeier fordert Aufklärung im Fall Lübcke

Karlsruhe: Die Bundesanwaltschaft vermutet im Fall des getöteten Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke ein politisches Motiv. Ein Sprecher bestätigte, dass es beim mutmaßlichen Täter Hinweise auf einen rechtsextremistischen Hintergrund gibt. Den bisherigen Ermittlungen zufolge ist der 45-Jährige dringend tatverdächtig, Lübcke aus Heimtücke getötet zu haben. Ob der Mann alleine handelte oder von einem Netzwerk unterstützt wurde, werde geprüft. Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Bundespräsident Steinmeier und Kanzlerin Merkel forderten eine schnelle Aufklärung des Falles. Das habe jetzt Priorität, sagte Steinmeier der "Süddeutschen Zeitung". Merkel erklärte, allen Verdachtsmomenten müsse jetzt intensiv nachgegangen werden.| 17.06.2019 19:45 Uhr

Verhaltene Reaktionen auf Grundsteuer-Kompromiss

Hamburg: Nach der Einigung der Großen Koalition auf eine Grundsteuer-Reform fallen die ersten Reaktionen aus den norddeutschen Bundesländern verhalten aus. Hamburgs Finanzsenator Dressel erklärte per Twitter, es gebe noch viele offene Fragen. Man werde den Gesetzentwurf genau prüfen, wenn er vorliege. Ziel sei, weder Mieter noch Eigentümer in der Stadt zusätzlich zu belasten. Ähnlich äußerte sich Schleswig-Holsteins Finanzministerin Heinold. Das geplante neue Modell zur Grundsteuer soll nach dem Willen von Union und SPD noch vor der Sommerpause durch den Bundestag. Der Kompromiss sieht vor, dass die Länder künftig vom vereinbarten bundesweiten Bewertungsmaßstab abweichen dürfen. Die Zahlungen in den Länderfinanzausgleich müssen aber stabil bleiben, auch wenn die Grundsteuereinnahmen sinken.| 17.06.2019 19:45 Uhr

Geiselnahme in Lübecker Gefängnis dauert an

Lübeck: Im Gefängnis der Stadt in Schleswig-Holstein gibt es eine Geiselnahme. Wie das Justizministerium mitteilte, hält ein Häftling eine Frau in seiner Gewalt. Nach Angaben der Polizei ist er bewaffnet. Die Polizei ist mit einem großen Aufgebot vor Ort, darunter auch mehrere Spezialeinheiten. Man habe Verhandlungen mit dem Geiselnehmer aufgenommen, hieß es. Der Mann soll aus Rumänien stammen. Bei der Geisel handelt es sich einem Medienbericht zufolge um eine Anstalts-Psychologin. Ähnliche Vorfälle gab es in der JVA Lübeck bereits 1997 und 2014.| 17.06.2019 19:45 Uhr