NDR Info Nachrichten vom 17.06.2019:

Einigung auf Grundsteuerreform - Details offen

Berlin: Die Spitzen von CDU, CSU und SPD haben sich auf die künftige Gestaltung der Grundsteuer geeinigt. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, die Reform soll noch vor der Sommerpause in den Bundestag eingebracht werden. Details werden in der Erklärung allerdings nicht genannt. SPD-Generalsekretär Klingbeil sagte heute früh, die Berechung der Grundstücke und Immobilien soll bundesweit einheitlich erfolgen. Die Länder hätten aber Spielraum bei der Auslegung. Bayern hatte in der Debatte über die Grundsteuer eine Öffnungsklausel für die Länder gefordert. Die Regierung des Freistaats lehnt das Modell von Finanzminister Scholz, das sich am Wert der Immobilien orientiert, als zu bürokratisch ab. Stattdessen will sich Bayern bei der Berechnung der Grundsteuer allein an der Fläche orientieren.| 17.06.2019 10:45 Uhr

Tanker: EU erhebt vorerst keine Vorwürfe gegen Iran

Luxemburg: Im Fall der mutmaßlichen Angriffe auf Tanker im Golf von Oman zeichnet sich in der EU keine geschlossene Unterstützung für die US-Vorwürfe gegen Iran ab. Bundesaußenminister Maas und seine Kollegen unter anderem aus Luxemburg und den Niederlanden machten bei einem Treffen deutlich, dass sie zum derzeitigen Zeitpunkt keine Schlussfolgerungen ziehen wollen. Man sammele weiter Informationen, sagte Maas. Bei den Zwischenfällen nahe der iranischen Küste waren am Donnerstag zwei Tanker beschädigt worden. Die amerikanische und die britische Regierung gelangten zu dem Schluss, dass der Angriff auf die Schiffe von Iran ausgegangen sei. Stichhaltige Beweise wurden dafür bisher nicht bekannt. Der Iran weist die Vorwürfe zurück.| 17.06.2019 10:45 Uhr

Stickoxid-Wert 2018 in 57 Städten zu hoch

Berlin: Die Luftverschmutzung durch Diesel-Abgase ist im vergangenen Jahr in 57 Städten höher als erlaubt gewesen. Das zeigt eine Auswertung des Umweltbundesamtes. Der EU-Grenzwert für gesundheitsschädliches Stickstoffdioxid wurde damit in acht Städten weniger überschritten als im Jahr zuvor. Die Präsidentin des Bundesamtes, Krautzberger, erklärte, der Trend gehe in die richtige Richtung, aber die bisherigen Bemühungen reichten nicht aus. Nötig sei eine schnelle Nachrüstung älterer Dieselautos mit wirksamen Katalysatoren. Im Ranking der Städte mit den im Jahresmittel höchsten Stickoxidwerten an einzelnen Messstationen belegt Hamburg trotz der Dieselfahrverbote weiter den siebten Platz, Kiel liegt noch schlechter auf Platz vier.| 17.06.2019 10:45 Uhr