NDR Info Nachrichten vom 13.06.2019:

Bundesregierung warnt vor Eskalation am Golf

Berlin: Die Bundesregierung hat sich besorgt über die mutmaßlichen Angriffe auf zwei Öltanker im Golf von Oman geäußert. Der Vorfall sei außerordentlich beunruhigend, sagte Außenminister Maas in Berlin. Sabotageakte seien generell eine Bedrohung für offene Handelswege und aktuell auch eine Bedrohung für den Frieden. Eine Sprecherin von US-Präsident Trump erklärte, die amerikanische Regierung stelle Hilfe bereit und werde die Situation weiter prüfen. Im Golf von Oman hatten heute früh zwei Tanker aus Deutschland und Norwegen Notrufe abgesetzt. Das eine Schiff war nach mehreren Explosionen an Bord in Brand geraten. Das andere wurde aus noch unbekannter Ursache am Rumpf beschädigt. Als Folge der Zwischenfälle zogen die Ölpreise an den Weltmärkten deutlich an.| 13.06.2019 17:45 Uhr

Urteil zum Kükentöten - Tierschützer enttäuscht

Berlin: Tier- und Umweltschutzverbände haben enttäuscht auf das Urteil zum Töten männlicher Küken reagiert. Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass die Vernichtung männlicher Tiere in Legehennenbetrieben erlaubt bleibt. Dies gilt so lange, bis ein praxisreifes Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Hühnerei zur Verfügung steht. Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums soll dies bald der Fall sein. Der Deutsche Tierschutzbund kritisierte, dass die Richter keine Frist für die Erlaubnis festgelegt haben. Die Verbraucherorganisation Foodwatch bemängelte, das Grundproblem bleibe bestehen, nämlich dass Hühner für eine extreme Legeleistung gezüchtet würden. Die Deutsche Geflügelwirtschaft begrüßte das Urteil, es werde der Realität gerecht.| 13.06.2019 17:45 Uhr

Berateraffäre: Bahn-Aufseher prüfen 26 Verträge

Berlin: Die Berateraffäre bei der Deutschen Bahn hat offenbar größere Ausmaße als bislang bekannt. Aufsichtsratschef Odenwald hat nach einer Sondersitzung des Gremiums angekündigt, 26 fragwürdige Verträge mit ehemaligen Beratern zu überprüfen. Bislang war von etwa 20 Fällen die Rede. Ehemalige Vorstände und Geschäftsführer sollen nach ihrem Ausscheiden teils hochdotierte Beraterverträge erhalten haben. Geprüft wird jetzt unter anderem, warum der Aufsichtsrat nicht informiert wurde und ob die Ex-Manager für die Honorare Gegenleistungen erbracht haben. Die fraglichen Verträge wurden zwischen 2010 und 2018 abgeschlossen. Verkehrspolitiker von SPD und FDP haben Bahnchef Lutz und Verkehrsminister Scheuer aufgefordert, beim Staatskonzern für Transparenz zu sorgen.| 13.06.2019 17:45 Uhr

Schleswig-Holstein richtet Ankunftszentrum ein

Kiel: Die bisherige schleswig-holsteinische Landesunterkunft für Flüchtlinge in Neumünster wird zum Ankunftszentrum. Landes-Innenminister Grote und Bundesinnenminister Seehofer unterzeichneten eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung. Damit verbunden ist eine finanzielle Unterstützung durch den Bund, das Land spart etwa 1,5 Millionen Euro pro Jahr. Schleswig-Holstein ist das fünfte Bundesland, das eine solche Einrichtung betreiben wird, in der sich mehrere Behörden unter einem Dach um Asylverfahren und Integrationsangebote kümmern.| 13.06.2019 17:45 Uhr