NDR Info Nachrichten vom 12.06.2019:

Ostdeutschland verliert immer mehr Menschen

Dresden: Im Osten Deutschlands leben so wenig Menschen wie seit 1905 nicht mehr. Das geht aus einer Studie der Dresdener Niederlassung des Münchner ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung hervor. Demnach hat der Westen so viele Einwohner wie noch nie. Wie das ifo-Institut mitteilte, driften die Bevölkerungszahlen trotz der deutschen Vereinigung nahezu ungebremst auseinander. In Ostdeutschland leben demnach gut 13 Millionen Menschen, im Westen mehr als 68 Millionen. Als Hauptgrund des Bevölkerungs-Rückgangs im Osten sehen die Forscher die deutsche Teilung an.| 12.06.2019 16:15 Uhr

Innenminister streiten über Abschiebungen

Kiel: Zwischen den Innenministern von Bund und Ländern ist ein Streit um Abschiebungen nach Afghanistan entbrannt. Vor einer Konferenz in Kiel forderte Bayerns Innenminister Herrmann, die Länder sollte künftig nicht nur Straftäter, Gefährder oder Identitätsfälscher nach Afghanistan abschieben. Dies müsse auch für abgelehnte Asylbewerber ohne Bleiberecht gelten, so der CSU-Politiker. Er steht damit hinter Plänen von Bundesinnenminister Seehofer. Niedersachsens Ressortchef Pistorius sagte, diesen Vorschlag würden seine Kollegen in den SPD-geführten Ländern ablehnen. Und zwar so lange, bis der Lagebericht des Auswärtigen Amtes eine akzeptable Sicherheitslage erkennen lasse.| 12.06.2019 16:15 Uhr

Koalitionsverhandlungen in Bremen gestartet

Bremen: SPD, Grüne und Linke in der Hansestadt haben ihre Koalitionsverhandlungen aufgenommen. Vertreter der drei Parteien stellten einen Fahrplan für die Gespräche auf und bildeten kleinere Fachteams. Ziel ist es, die Verhandlungen bis Ende des Monats abzuschließen. Es wäre das erste rot-rot-grüne Bündnis in einem westdeutschen Bundesland.| 12.06.2019 16:15 Uhr