NDR Info Nachrichten vom 12.06.2019:

Kritik an Daten-Zugriff auf Smart-Home-Geräte

Berlin: Der Bundesdatenschutzbeauftragte Kelber hat erneut Überlegungen kritisiert, der Polizei Zugriff auf die Daten von digitalen Sprachassistenten wie "Alexa" oder "Google Home" zu gewähren. Er freue sich über jedes Verbrechen, das aufgedeckt werde, sagte Kelber dem Bayerischen Rundfunk. Aber es gebe ganz eindeutig Grundrechte, die auch für Beschuldigte gelten. Der FDP-Politiker Buschmann sprach von einem "Lauschangriff 4.0". Mit dem Thema wollen sich heute auch die Innenminister von Bund und Ländern auf ihrer Frühjahrskonferenz in Kiel befassen. In Unterlagen zur Vorbereitung des Treffens heißt es, digitalen Spuren komme eine immer größere Bedeutung zu. Daher müssten Strafverfolgungsbehörden in der Lage sein, die Daten zu sichern und auszuwerten.| 12.06.2019 11:45 Uhr

Koalitionsverhandlungen in Bremen begonnen

Bremen: SPD, Grüne und Linke in der Hansestadt sind erstmals zusammengekommen, um über einen Koalitionsvertrag zu verhandeln. Zum Auftakt geht es in großer Runde zunächst um den Fahrplan für die Gespräche und die Aufteilung kleinerer Fachteams. Aus Parteikreisen verlautete, die Koalitionsverhandlungen sollten wenn möglich noch in diesem Monat abgeschlossen werden. Es wäre das erste rot-rot-grüne Bündnis in einem westdeutschen Bundesland. Bei der Bürgerschaftswahl in Bremen vor zweieinhalb Wochen war die CDU stärkste Kraft geworden. Sie hatte ein Jamaika-Bündnis mit Grünen und FDP angestrebt. Die Grünen entschieden sich aber dagegen und stattdessen für Verhandlungen mit SPD und Linken.| 12.06.2019 11:45 Uhr

In Ostdeutschland leben immer weniger Menschen

Dresden: Die Bevölkerungsentwicklung in Ost- und Westdeutschland ist weiterhin sehr unterschiedlich. Wie die Dresdner Niederlassung des Wirtschaftsforschungs-Instituts Ifo herausfand, leben in den ostdeutschen Bundesländern so wenige Menschen wie seit 1905 nicht mehr. Auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik hat die Einwohnerzahl dagegen einen Rekordstand erreicht. Der Autor der historisch angelegten Studie führt mehrere Gründe für diese Entwicklung an. Zum einen die Fluchtbewegung aus der ehemaligen DDR bis zum Mauerbau 1961, einen niedrigeren Zuzug von Gastarbeitern sowie die Abwanderung nach der Wiedervereinigung. Insbesondere der ländliche Raum im Osten sei infolge der deutschen Teilung regelrecht ausgeblutet.| 12.06.2019 11:45 Uhr