NDR Info Nachrichten vom 03.06.2019:

SPD-Spitze tagt zu Personalfragen

Berlin: Die Spitzen der SPD sind zusammenkommen, um über die Nachfolge der scheidenden Partei- und Fraktionschefin Nahles zu beraten. Unbestätigten Meldungen zufolge sollen die Sozialdemokraten zunächst kommissarisch von einem Trio geführt werden. Demnach handelt es sich um die Ministerpräsidentinnen von Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz, Schwesig und Dreyer, sowie den hessischen SPD-Chef Schäfer-Gümbel. Für die endgültige Nachfolge von Nahles an der Parteispitze rechnet der frühere SPD-Fraktionschef, Oppermann, mit mehreren Kandidaten. Im Morgenmagazin von ARD und ZDF sagte er, er gehe aber davon aus, dass es bis zur Wahl zwei bis drei Monate dauern werde. Bisher hat nur die Flensburger Oberbürgermeisterin, Lange, Interesse an einer Kandidatur angedeutet. Vizekanzler Scholz und der niedersächsische Ministerpräsident Weil haben dagegen schon abgewinkt.| 03.06.2019 11:15 Uhr

CDU-Parteivorstand setzt Klausurtagung fort

Berlin: Die CDU hat ihre Vorstandsklausur fortgesetzt. In den Beratungen solle es darum gehen, mit welchen thematischen Schwerpunkten die Partei in die kommenden Monate gehen will, hieß es in Parteikreisen. Zudem sollten noch einmal die Gründe für das schlechte Abschneiden bei der Europawahl analysiert werden. Der Auftakt gestern Abend war von der Krise in der SPD und der Lage der großen Koalition beherrscht. Es habe Einigkeit bestanden, dass die CDU an der großen Koalition festhalten wolle, erklärten Teilnehmer.| 03.06.2019 11:15 Uhr

Trump beginnt Staatsbesuch in London

London: US-Präsident Trump hat einen dreitägigen Staatsbesuch in Großbritannien begonnen. Trump und seine Ehefrau Melania landeten heute früh auf dem Londoner Flughafen Stansted. Zunächst werden die beiden von Königin Elizabeth II. empfangen; am Abend steht ein Staatsbankett im Buckingham-Palast auf dem Programm. Morgen wird Trump mit der scheidenden Premierministerin May zusammentreffen. Der Besuch ist hoch umstritten; in London sind große Proteste geplant. Britischen Medienberichten zufolge werden bis zu 250.000 Demonstranten erwartet.| 03.06.2019 11:15 Uhr

Tote bei innenpolitischer Krise im Sudan 

Khartum: Im Sudan sind beim gewaltsamen Vorgehen der Streitkräfte gegen Demonstranten nach Angaben von Ärzten mindestens fünf Menschen getötet worden. Andere Quellen sprechen sogar von mindestens sieben Toten. Zudem sollen Viele schwer verletzt worden sein. Das sudanesische Militär sei heute früh mit scharfer Munition, Wasserwerfern und Tränengas gegen eine Sitzblockade im Zentrum der Hauptstadt Khartum vorgegangen. Vertreter einer Protestgruppe sprachen von einem regelrechten Massaker. Die USA und Großbritannien forderten die Militärregierung auf, den Einsatz sofort zu beenden. Im April war Sudans Präsident al-Baschir nach drei Jahrzehnten an der Macht von den Streitkräften gestürzt worden. Seitdem ringen das Militär und die Opposition um die Bildung einer Übergangsregierung.| 03.06.2019 11:15 Uhr