NDR Info Nachrichten vom 01.06.2019:

Rückendeckung für Nahles aus der SPD-Spitze

Berlin: SPD-Chefin Nahles erhält von der Führungsmannschaft ihrer Partei Rückendeckung. In einem gemeinsamen Appell an die sozialdemokratischen Bundestags-Abgeordneten, der dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt, bezeichnen ihre sechs Stellvertreter die massive öffentliche Kritik als unfair und mahnen einen solidarischen Umgang an. Zu den Unterstützern zählen neben Vizekanzler Scholz auch die Ministerpräsidentinnen von Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern, Dreyer und Schwesig, die Landeschefs von Bayern und Hessen, Kohnen und Schäfer-Gümbel, sowie der schleswig-holsteinische Fraktionschef Stegner. Nahles steht seit dem schlechten Abschneiden der SPD bei der Europawahl auch parteiintern massiv in der Kritik. Sie hat angekündigt, sich am Dienstag in der Bundestagsfraktion vorzeitig zur Wahl zu stellen. Einen Gegenkandidaten gibt es bisher nicht.| 01.06.2019 23:00 Uhr

CDU diskutiert über Schlappe bei Europawahl

Potsdam: Vor der morgigen Klausurtagung seiner Partei hat sich Brandenburgs CDU-Landesvorsitzender Senftleben dafür ausgesprochen, die junge Generation politisch stärker einzubinden. Auf NDR Info plädierte Senftleben erneut dafür, das Wahlalter auf 16 Jahre abzusenken. Seiner Partei warf er vor, herablassend auf das Engagement junger Leute geblickt zu haben. Dabei seien deren Proteste berechtigt, und es sei klar, dass die CDU mehr für den Klimaschutz tun müsse. Die Grünen fordern seit langem, das Wahlalter auf 16 Jahre zu senken. Auch Bundesjustizministerin Barley von der SPD hatte sich dafür stark gemacht. Morgen Abend trifft sich die CDU-Spitze, um über Konsequenzen aus dem Europawahl-Ergebnis zu sprechen.| 01.06.2019 23:00 Uhr

Handelskonflikt: Mexiko hofft auf Kompromiss den USA

Mexiko-Stadt: Der mexikanische Präsident Obrador hofft im Handelsstreit mit den USA auf eine Einigung. Er sprach von einer unfairen Behandlung durch die USA und betonte, sein Land werde nicht in einen Handelskrieg treten. Außerdem könnten die Maßnahmen gegen die Immigration verschärft werden, so Obrador. Er rechne mit einem guten Ergebnis bei den für Mittwoch geplanten Gesprächen mit den USA. US-Präsident Trump hatte am Donnerstag überraschend Importzölle auf sämtliche mexikanische Waren angekündigt, um das südliche Nachbarland zu Maßnahmen gegen illegale Migration zu zwingen.| 01.06.2019 23:00 Uhr