NDR Info Nachrichten vom 01.06.2019:

Spahn wirbt für Organspende

Kiel: Am bundesweiten "Tag der Organspende" hat Bundesgesundheitsminister Spahn an alle Bürger appelliert, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Im Rahmen der zentralen Veranstaltung in Kiel rief er dazu auf, über Organspende zu sprechen und eine Entscheidung zu treffen. Spahn warb noch einmal für die Widerspruchslösung. Dabei gelten alle Volljährigen automatisch als Organspender, wenn sie nicht widersprechen. Eine andere Gruppe von Bundestagsabgeordneten ist dafür, dass die Bürger mindestens alle zehn Jahre beim Ausweis-Abholen auf das Thema Organspende angesprochen werden. Der Bundestag wird voraussichtlich im Herbst über eine Neuregelung entscheiden. In Kiel können sich Interessierte noch bis zum Abend über das Thema Organspende informieren. Unter anderem berichten Organempfänger und Angehörige von Spendern von ihren Erfahrungen.| 01.06.2019 15:45 Uhr

CDU spricht über Konsequenzen aus Europawahl

Potsdam: Brandenburgs CDU-Landes- und Fraktionschef Senftleben hat sich dafür ausgesprochen, die junge Generation politisch einzubinden. Auf NDR Info plädierte Senftleben dafür, das Wahlalter auf 16 Jahre abzusenken. Seiner Partei warf der CDU-Politiker vor, herablassend auf das Engagement junger Leute geblickt zu haben. Dabei seien deren Proteste berechtigt, und es sei klar, dass die CDU mehr für den Klimaschutz tun müsse. Morgen kommen die Unionsfraktionschefs von Bund und Ländern zu einer dreitägigen Konferenz in Weimar zusammen. Dort soll die Klimapolitik ein zentrales Thema sein. Morgen Abend trifft sich außerdem die CDU-Spitze zu einer Klausurtagung, um über Konsequenzen aus der Europawahl zu sprechen.| 01.06.2019 15:45 Uhr

"Sea Watch 3" wieder frei

Rom: Die italienischen Behörden haben das Rettungsschiff der deutschen Hilfsorganisation Sea Watch freigegeben. Die Organisation teilte über Twitter mit, dass das Schiff nicht länger konfisziert sei und in den Einsatz zurückkehren könne. Mitte Mai hatte die "Sea Watch 3" vor der libyschen Küste 65 Migranten gerettet. Gegen den Willen des italienischen Innenministers Salvini waren sie auf der Insel Lampedusa an Land gebracht worden. Die italienischen Behörden ordneten daraufhin an, das Schiff zu beschlagnahmen und ermittelten gegen den Kapitän.| 01.06.2019 15:45 Uhr