NDR Info Nachrichten vom 01.06.2019:

Virginia: Mann tötet 13 Menschen

Virginia Beach: An der US-Ostküste hat ein Mann in einem Verwaltungsgebäude zwölf Menschen getötet. Mindestens vier weitere Opfer wurden schwer verletzt. Nach Polizeiangaben schoss der Täter mit einer Pistole wahllos um sich. Anschließend lieferte er sich mit den Beamten einen längeren Schusswechsel und wurde dabei selbst getroffen. Er starb wenig später. Bei dem Mann soll es sich um einen langjährigen Angestellten der Gemeinde Virginia Beach handeln. Unbestätigten Meldungen zufolge soll ihm kurz zuvor gekündigt worden sein. In den USA kommt es immer wieder zu ähnlichen Vorfällen. Forderungen nach einer Verschärfung der Waffengesetze lehnt Präsident Trump jedoch ab.| 01.06.2019 08:15 Uhr

Günther fordert CO2-Steuer

Kiel: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther hat seine Forderung nach einer raschen Einführung einer CO2-Steuer in Deutschland bekräftigt. In den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland kündigte er eine weitere, entsprechende Initiative an, die seine Landesregierung in den Bundesrat einbringen werde. Ziel sei es, eine Bepreisung des klimaschädlichen CO2 einzuführen, so der CDU-Politiker. Im Gegenzug fordert er eine Senkung der EEG-Umlage, um Strom aus erneuerbaren Energien günstiger zu machen. Im derzeitigen System sieht Günther eine Wettbewerbsverzerrung. Die Energiewende werde dadurch ausgebremst, wirtschaftliche Potenziale würden verspielt.| 01.06.2019 08:15 Uhr

Kretschmer beklagt Fehler im CDU-Wahlkampf

Dresden: Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hat seiner CDU einen inhaltsleeren Wahlkampf vor der Europawahl vorgeworfen. Kretschmer sagte der Zeitung "Welt", man habe den Populisten zuviel Raum gelassen. Auch die Enttäuschung über die große Koalition habe sich im Wahlergebnis niedergeschlagen. Niedersachsens CDU-Landeschef Althusmann sagte auf NDR Info, es sei für seine Partei jetzt entscheidend, gerade jungen Menschen ein klares Angebot zu machen. Es gebe den Eindruck, dass die Christdemokraten hier auch bei der Kommunikation noch einigen Bedarf haben. Die CDU hatte bei der Europawahl mehr als sieben Prozentpunkte verloren. Von Sonntagabend an berät die Führung der Christdemokraten auf einer Klausur über Konsequenzen.| 01.06.2019 08:15 Uhr

Proteste und Gegenproteste zu Al-Kuds-Tag

Berlin: In der Hauptstadt werden heute etwa 2.000 Teilnehmer zum sogenannten Al-Kuds-Marsch radikal-islamischer Gruppen erwartet. Hintergrund ist die Besetzung Ost-Jerusalems durch Israel während des Sechstagekrieges 1967. Al-Kuds ist der arabische Name für Jerusalem. Zu dem Marsch versammeln sich traditionell Israel-Gegner und Antisemiten verschiedenster Richtungen. Im vergangenen Jahr forderten etwa 1600 Demonstranten ein eigenständiges Palästina und griffen Israel in Sprechchören an. Ein breites Bündnis aus Parteien, Gruppen und Initiativen hat zu Gegen-Protesten aufgerufen. In einer Erklärung hieß es, es sei unerträglich, dass mitten in Berlin zur Zerstörung Israels aufgerufen werde.| 01.06.2019 08:15 Uhr