NDR Info Nachrichten vom 25.05.2019:

US-Regierung umgeht Kongress bei Waffenverkäufen

Washington: Die USA liefern ohne Rücksprache mit dem Kongress Waffen im Wert von gut acht Milliarden Dollar an ihre Verbündeten im Nahen Osten. Außenminister Pompeo sagte, die Regierung habe wegen der Spannungen mit Iran den nationalen Notstand erklärt. Man wolle Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien dabei unterstützen, sich gegen die - so wörtlich - iranische Aggression zu schützen. Die Waffenlieferungen würden die Stabilität im Nahen Osten erhöhen. Die Demokraten im US-Senat kündigten an, gegen die Entscheidung vorzugehen. Üblicherweise hat der Kongress ein Mitspracherecht bei Waffenexporten und kann diese auch blockieren. Lieferungen an Saudi-Arabien sind besonders umstritten, weil das Land Krieg im Jemen führt.| 25.05.2019 07:15 Uhr

In Irland offenbar proeuropäische Kräfte vorn

Dublin: In Irland zeichnet sich bei der EU-Wahl offenbar ein Sieg der pro-europäischen Kräfte ab. Prognosen zufolge konnten die Grünen deutlich zulegen. Auch die liberale Partei von Premierminister Varadkar gehört demnach zu den Gewinnern der Abstimmung. Bislang hatte es nur aus den Niederlanden erste Prognosen gegeben. Die sehen überraschend den sozialdemokratischen Spitzenkandidaten Timmermanns vorn. Außerdem haben schon die Briten gewählt. Heute wird in Tschechien weiter abgestimmt, außerdem in der Slowakei, in Lettland und auf Malta.| 25.05.2019 07:15 Uhr

Antisemitismusbeauftragter warnt Juden vor Tragen der Kippa

Berlin: Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Klein, hat Juden davor gewarnt, überall in Deutschland die Kippa zu tragen. Er habe seine Meinung in diesem Punkt inzwischen geändert, sagte Klein der Funke-Mediengruppe. Die deutsche Gesellschaft sei zunehmend verroht und enthemmt. Hierzu hätten vor allem das Internet, aber auch die fortgesetzten Angriffe auf die deutsche Erinnerungskultur beigetragen. Etwa 90 Prozent der Straftaten sind nach Angaben des Regierungsbeauftragten dem rechtsradikalen Umfeld zuzurechnen. Bei muslimischen Tätern seien es zumeist Menschen, die schon länger in Deutschland lebten. Klein forderte, Polizisten, Lehrer und Juristen im Umgang mit Antisemitismus zu schulen. Viele wüssten nicht, was erlaubt ist und was nicht.| 25.05.2019 07:15 Uhr