NDR Info Nachrichten vom 13.05.2019:

Iran: Rätsel Blitzbesuch von Pompeo in Brüssel

Brüssel: Inmitten der Irankrise spekulieren Beobachter über den Anlass für den Blitzbesuch von US-Außenminister Pompeo in Belgien. Wie die Chefs der Außenressorts aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien wollte sich auch EU-Chefdiplomatin Mogherini nach einem Gespräch mit Pompeo nicht dazu äußern. Mogherini bezog auch keine Stellung zu möglichen Erkenntnissen der Amerikaner zu unklaren Schäden an Handelsschiffen im Golf von Oman. Mogherini sagte lediglich, die EU sammele weiter Informationen zu den Vorfällen und sei besorgt über das Risiko einer Eskalation in der Region. Pompeo hatte zuvor auf dem Weg nach Russland überraschend einen Zwischenstopp in Brüssel eingelegt und vertrauliche Gespräche geführt. Die britische Ressortchefin Hunt warnte vor einem Konflikt mit dem Iran aus Versehen.| 13.05.2019 23:00 Uhr

Trump: Keine Entscheidung über weitere Sonderzölle

Washington: US-Präsident Trump hat nach eigenen Worten noch nicht entschieden, ob er die kompletten Einfuhren aus China mit weiteren Zöllen belegen wird. Trump sagte lediglich, die USA hätten das Recht zu einem solchen Schritt. Mit Blick auf die jüngsten ergebnislosen Verhandlungen mit der Volksrepublik sagte der Präsident, beide Seiten seien zu 95 Prozent einig gewesen. Dann habe Peking verlangt, dass es noch einmal um bereits besprochene Dinge gehen solle. Wegen der angekündigten Vergeltungsmaßnahmen Chinas auf die bisherigen US-Sonderzölle sollten die amerikanischen Landwirte einen Ausgleich erhalten. Trump ergänzte, er wolle sich beim G20-Gipfel Ende Juni in Japan mit Chinas Staatschef Xi Jinping über die Handelsfrage austauschen.| 13.05.2019 23:00 Uhr

Trump lobt Orban

Washington: US-Präsident Trump hat den ungarischen Ministerpräsidenten Orban gelobt. Orban habe in vielerlei Hinsicht einen hervorragenden Job gemacht. Er sei ein tougher aber respektierter Staatschef, der nach Meinung vieler Menschen bei der Einwanderungspolitik richtig entschieden habe. Trump äußerte sich im Rahmen eines Treffens mit dem rechtsnationalen Premier im Weißen Haus in Washington. Orban steht in der EU in der Kritik, weil er die Rechtsstaatlichkeit in Ungarn aushöhle, kritische Medien zum Schweigen bringe und die Opposition durch willkürliche Geldstrafen schwäche. Orbans Fidesz-Partei gehört wie CDU und CSU der konservativen Europäischen Volkspartei an. Die Mitgliedschaft der Ungarn dort ist allerdings seit Mitte März ausgesetzt.| 13.05.2019 23:00 Uhr

VW: Batteriezellenbau in Salzgitter

Wolfsburg: Der Volkswagen-Konzern steigt als erster deutscher Autobauer in die Fertigung von Batteriezellen für Elektroautos ein. Am niedersächsischen Standort Salzgitter will VW zusammen mit einem Partner Batteriezellen herstellen. Das hat der Konzern nach einer Sitzung des Aufsichtsrates mitgeteilt. Wer der Partner für das Vorhaben ist, wollte Volkswagen noch nicht bekannt geben. In Salzgitter erforscht der Konzern bereits die Zellfertigung in einer Pilotlinie. Dafür will VW knapp eine Milliarde Euro investieren. Die Arbeitnehmervertretung bei Volkswagen fordert seit geraumer Zeit einen Einstieg in diesen Bereich. Ihr Ziel ist auch, damit den Bedeutungsverlust der herkömmlichen Verbrennerproduktion aufzufangen. In Salzgitter baut VW derzeit Motoren.| 13.05.2019 23:00 Uhr