NDR Info Nachrichten vom 06.05.2019:

Abgeordnete legen Entwurf zu Organspende vor

Berlin: Die Zustimmung zu einer Organspende soll nach dem Willen mehrerer Bundestagsabgeordneter auch künftig bewusst und freiwillig erfolgen. Die Gruppe um die Vorsitzenden der Grünen und der Linken, Baerbock und Kipping, stellt sich damit gegen den Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Spahn. Die Abgeordneten schlagen vor, Bürger regelmäßig zu ihrer Spendenbereitschaft zu befragen. Baerbock verwies zur Begründung darauf, dass sich die Lebenssituation von Menschen im Laufe der Zeit verändere. Vorgesehen ist ein zentrales Online-Register, in dem jeder seine Haltung zu einer möglichen Organentnahme dokumentieren kann. Der Gesetzentwurf von Minister Spahn sieht dagegen vor, dass alle Erwachsenen in Deutschland automatisch als Organspender gelten, es sei denn, sie widersprechen explizit. Mit Freiwilligkeit sei die Zahl der Spender in den vergangenen Jahren nicht erhöht worden, so der CDU-Politiker.| 06.05.2019 10:45 Uhr

Flugzeugunglück in Moskau: Flugschreiber geborgen

Moskau: Einen Tag nach dem Flugzeugunglück in der russischen Hauptstadt haben Ermittler die Flugschreiber aus dem Wrack der Maschine geborgen. Die Aufzeichungen der Geräte könnten Aufschluss über die Unglücksursache geben. Die Maschine vom Typ Suchoi-Superjet 100 musste gestern wegen technischer Probleme kurz nach dem Start auf dem Flughafen Scheremetjewo in Moskau umkehren und notlanden. Dabei setzte sie hart auf dem Boden auf und fing Feuer. An Bord befanden sich 78 Menschen. 41 von ihnen kamen ums Leben. Die Überlebenden konnten sich über Notrutschen retten. Nach Behördenangaben erlitten einige von ihnen schwere Verletzungen.| 06.05.2019 10:45 Uhr

Handelsstreit: China will weiter verhandeln

Peking: China will trotz neuer Drohungen aus den USA vorerst an den geplanten Handelsgesprächen festhalten. Ein Sprecher des Außenministeriums in Peking teilte mit, das Verhandlungsteam bereite sich auf die Reise in die USA vor, wo noch in dieser Woche ein Treffen stattfinden soll. Das "Wall Street Journal" hatte zuvor berichtet, China erwäge einen Abbruch der Handelsgespräche. Man wolle nicht unter Drohungen weiterverhandeln. US-Präsident Trump hatte auf Twitter höhere Sonderzölle auf bestimmte chinesische Produkte angekündigt. Von kommendem Freitag an würden sie von zehn auf 25 Prozent angehoben. Zur Begründung schrieb Trump, die Verhandlungen mit China kämen nicht schnell genug voran.| 06.05.2019 10:45 Uhr