NDR Info Nachrichten vom 04.05.2019:

Gewalt in Nahost: Sirenen heulen auch am Abend

Tel Aviv: Die schwere Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern hält an. Auch am Abend feuerten radikale Gruppen Raketen aus dem Gazastreifen ab. Die israelische Armee flog als Vergeltung Luftangriffe auf das palästinensische Gebiet. Nach Angaben der islamistischen Hamas-Regierung starben mindestens vier Menschen, darunter ein Kleinkind. Laut israelischer Armee wurden mehr als 100 Ziele im Gazastreifen angegriffen. Augenzeugen berichten, darunter sei auch ein sechsstöckiges Gebäude in Gaza-Stadt, in dem die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu ein Büro habe. Nach israelischen Zeitungsberichten sind aus dem palästinensischen Gebiet mittlerweile etwa 300 Raketen abgefeuert worden. Mehrere Menschen wurden verletzt. Zehntausende Bewohner flüchteten in Schutzräume. Die Europäische Union hat ein sofortiges Ende der Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern gefordert. Eine EU-Sprecherin sagte, beide Seiten hätten das Recht, in Frieden und Sicherheit zu leben.| 04.05.2019 23:00 Uhr

Trump: Es wird einen "Deal" mit Nordkorea geben

Washington: US-Präsident Trump hat gelassen auf neue nordkoreanische Raketentests reagiert. Trump erklärte, er glaube weiter an eine Einigung mit der Führung in Pjöngjang. Zwar sei auf dieser - so wörtlich - interessanten Welt alles möglich. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sei sich aber des großen wirtschaftlichen Potenzials Nordkoreas bewusst und wolle dies nicht kaputt machen. Das asiatische Land soll zuvor mehrere Kurzstreckenraketen abgefeuert haben. Nach südkoreanischen Angaben flogen die Geschosse bis zu 200 Kilometer weit und stürzten dann ins Meer. Mit der Aktion versucht Nordkorea möglicherweise, den Druck in den Atomverhandlungen mit den USA zu erhöhen.| 04.05.2019 23:00 Uhr

Ex-SPD-Chef Gabriel: Kühnert ist wie Trump

Berlin: Der frühere SPD-Chef Gabriel hat die Sozialismus-Äußerungen von Juso-Chef Kühnert scharf kritisiert. Gabriel verglich außerdem Kühnerts Vorgehen mit dem von US-Präsident Trump. Der ehemalige SPD-Vorsitzende sagte dem "Handelsblatt", staatlich gelenkte Volkswirtschaften seien nie erfolgreich gewesen. Kühnert ignoriere dies. Der Juso-Chef gehe nach der Methode Trump vor. Dazu zählten bewusste Tabubrüche, das Ignorieren von Fakten und das Beschädigen der eigenen Partei, so Gabriel. Nur der mediale Effekt und das eigene Ego seien wichtig. Juso-Chef Kühnert hatte sich unter anderem dafür ausgesprochen, große Firmen wie BMW zu vergemeinschaften und den Privatbesitz von Immobilien zu beschränken.| 04.05.2019 23:00 Uhr