NDR Info Nachrichten vom 03.05.2019:

BKA: Drei Darknet-Plattform-Betreiber festgenommen

Wiesbaden: Nach den Ermittlungen des Bundeskriminalamtes im sogenannten Darknet befinden sich drei Verdächtige in Untersuchungshaft. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mitteilte, stammen die Männer im Alter von 22, 29 und 31 Jahren aus Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Ihnen werde vorgeworfen, gemeinsam eine illegale Online-Plattform betrieben zu haben, über die unter anderem mit Drogen, ausgespähten Daten und gefälschten Dokumenten gehandelt wurde. Mehr als eine Million Kunden seien registriert gewesen. Es handelt sich laut Bundeskriminalamt um die weltweit zweitgrößte kriminelle Handelsplattform im Darknet, die entdeckt und vom Netz genommen worden ist.| 03.05.2019 08:45 Uhr

Regierung warnt vor gefährlichen Rechtsextremisten

Berlin: Mehr als jeder zweite Rechtsextremist in Deutschland ist nach Angaben der Bundesregierung gewaltorientiert. Das geht aus einer Anwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der FDP hervor. Demnach werden 24.000 Personen als Rechtsextremisten eingestuft, davon gut die Hälfte als gewaltorientiert. Bei ihnen könnten die Übergänge zum Rechtsterrorismus fließend sein. Das Bundesamt für Verfassungsschutz sichte gegenwärtig mehrere hundert relevante Internetpräsenzen der rechtsextremistischen Szene. Dazu gehören demnach soziale Netzwerke, Kurznachrichtendienste oder Videoplattformen. Es bestehe eine "nicht zu unterschätzende Radikalisierungsgefahr" für Einzelpersonen oder kleine Gruppierungen.| 03.05.2019 08:45 Uhr

Kühnert: Kapitalismus-Debatte jetzt führen

Berlin: Der Juso-Vorsitzende Kühnert hat die SPD aufgefordert, die von ihm angestoßene Debatte über die Zukunft des Kapitalismus offensiv zu führen. Man könne wesentliche Fragen nicht immer nur in Friedenszeiten diskutieren und im Wahlkampf lieber drum herum reden, sagte Kühnert dem "Spiegel". Der Kapitalismus sei bereits in zu viele Lebensbereiche vorgedrungen. So könne es nicht weitergehen. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Lang, bezeichnete die Thesen des Juso-Chefs als unausgegorene Ideen und Rezepte von gestern. Wer so rede, ignoriere die Herausforderungen von Digitalisierung und Wettbewerb, denen sich deutsche Unternehmen im Alltag stellen müssten. Kühnert hatte sich unter anderem dafür ausgesprochen, große Firmen wie BMW zu vergemeinschaften und den Privatbesitz von Immobilien zu beschränken.| 03.05.2019 08:45 Uhr