NDR Info Nachrichten vom 03.05.2019:

Bericht: Schlag gegen Darknet-Plattform

Frankfurt am Main: Die Staatsanwaltschaft ermittelt offenbar gegen zahlreiche Nutzer einer Darknet-Plattform. Nach Informationen des SWR wurden über das Portal weltweit Betäubungsmittel, Kreditkartendaten und gestohlene Identitäten unter anderem für Packstationen gehandelt. Drei mutmaßliche Betreiber aus Deutschland sitzen demnach in Untersuchungshaft. Es handele sich um Männer im Alter zwischen 22 und 31 Jahren. Insgesamt wurde die Darknet-Plattform nach den SWR-Recherchen von mehr als einer Million Menschen genutzt. Inzwischen sei sie vom Netz genommen worden. Das Bundeskriminalamt will am Mittag Einzelheiten zu den Ermittlungen bekanntgeben.| 03.05.2019 06:45 Uhr

Kritik an Kühnert-Thesen hält an

Berlin: Der Bundesverband der Deutschen Industrie hält die Sozialismus-Thesen des Juso-Vorsitzenden Kühnert für nicht zukunftsfähig. BDI-Hauptgeschäftsführer Lang sagte, Kühnert ignoriere die Herausforderungen von Digitalisierung und Wettbewerb, denen sich die deutsche Wirtschaft im Alltag stellen müsse. Kühnert sagte an die Adresse seiner Kritiker, die empörten Reaktionen zeigten, wie eng mittlerweile die Grenzen des Vorstellbaren geworden seien. Wenn man ernsthaft einen anderen Politikstil wolle, könne man sich nicht immer auf die Zunge beißen, wenn es um die wirklich großen Fragen gehe, sagte Kühnert dem "Spiegel". Der Juso-Chef hatte sich unter anderem dafür ausgesprochen, große Firmen wie BMW zu vergemeinschaften und den Privatbesitz von Immobilien zu beschränken.| 03.05.2019 06:45 Uhr

Juncker: Berlin bremst europäische Währungsunion

Brüssel: Der scheidende EU-Kommissionspräsident Juncker sieht Deutschland als einen der maßgeblichen Bremser auf dem Weg zu einer stärkeren Integration der Euro-Zone. Die Vertiefung der Währungsunion komme nicht voran, weil sich die Niederlande, Österreich und allzu oft eben auch die Bundesrepublik in den Weg stellten, sagte Juncker dem "Handelsblatt". Vor allem, wenn es um gelebte Solidarität und gemeinsame Verantwortung gehe. Gleichwohl sei er in der Frage nicht pessimistisch.| 03.05.2019 06:45 Uhr