NDR Info Nachrichten vom 30.04.2019:

Balkan-Konferenz: Belgrad und Pristina wollen reden

Berlin: Serbien und das Kosovo haben sich darauf verständigt, unter Vermittlung der EU Gespräche zu führen, um ihren Konflikt beizulegen. Das teilte das Bundespresseamt nach einer Balkankonferenz im Kanzleramt mit. Beide Staaten seien übereingekommen, ihre Anstrengungen zur Umsetzung bestehender Vereinbarungen voranzutreiben, heißt es. Zu der Konferenz eingeladen hatten Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Macron. Beide betonten, die Stabilität der Region liege auch im Interesse Europas. Serbien erkennt das Kosovo bis heute nicht als eigenständigen Staat an und sieht das Gebiet als abtrünnige Provinz.| 30.04.2019 05:00 Uhr

Kabinett berät über Rentenerhöhung

Berlin: Das Bundeskabinett will heute den Weg für eine Erhöhung der Renten zum 1. Juli freimachen. Die Altersbezüge sollen in Westdeutschland um etwa 3,2 Prozent und in Ostdeutschland um rund 3,9 Prozent angehoben werden. Das Rentenniveau liegt damit bei 48 Prozent des durchschnittlichen Einkommens. Die Steigerung geht nach Angaben des Sozialministeriums auf die gute Lage am Arbeitsmarkt zurück. Ein weiteres Thema im Kabinett ist der Jahresbericht der Regierung zur Rüstungskontrolle und Abrüstung.| 30.04.2019 05:00 Uhr

Maas trifft Bolsonaro

Brasilia: Bundesaußenminister Maas trifft heute als erster Regierungsvertreter eines EU-Landes den brasilianischen Präsidenten Bolsonaro. In dem Gespräch mit dem Rechtspopulisten soll es auch um Menschenrechte und Klimaschutz gehen. Zum Auftakt seines Besuchs in Brasilien hatte Maas vor wachsendem Nationalismus gewarnt. Anlässlich der Gründung eines deutsch-lateinamerikanischen Netzwerks für Frauenrechte sagte der SPD-Politiker in Salvador da Bahia, die Welt erlebe derzeit gefährliche Rückschritte. Über Jahrzehnte erkämpfte Errungenschaften würden zunehmend infrage gestellt.| 30.04.2019 05:00 Uhr

Rücktritt: US-Vize-Justizminister geht

Washington: Der stellvertretende US-Justizminister Rosenstein tritt zurück. Er scheidet am 11. Mai aus dem Amt. Das geht aus einem Brief an Präsident Trump hervor. Rosenstein hatte 2017 den Sonderermittler Mueller ernannt, um die Russland-Affäre um Trump zu untersuchen. Der Sonderermittler legte seine Ergebnisse Ende März vor. Auf dieser Grundlage kam auch Rosenstein zu dem Ergebnis, dass der Präsident die Justiz nicht behindert habe.| 30.04.2019 05:00 Uhr