NDR Info Nachrichten vom 26.04.2019:

Konferenz zu neuer Seidenstraße in Peking

Peking: In China hat eine internationale Konferenz zur so genannten Neuen Seidenstraße begonnen. Im Rahmen des Projekts baut China zwischen Mittelmeerraum und Ostasien Handels- und Verkehrsnetze aus. Es geht um Milliardeninvestitionen in Straßen, Schienen und Häfen. Zu dem Treffen sind Vertreter aus mehr als 100 Ländern angereist, darunter 40 Staats- und Regierungschefs. Deutschland wird von Bundeswirtschaftsminister Altmaier vertreten. Chinas Staats- und Parteichef Xi versprach zum Auftakt des Treffens mehr Offenheit bei dem Projekt. Alles solle auf transparente Weise geschehen, es werde keine Toleranz für Korruption geben. Kritiker des Projekts warnen besonders arme Länder vor einer Schuldenfalle und politischen Abhängigkeiten von Peking.| 26.04.2019 07:15 Uhr

Macron macht milliardenschwere Zugeständnisse

Paris: Angesichts der anhaltenden Proteste der sogenannten "Gelbwesten" hat Frankreichs Präsident Macron milliardenschwere Zugeständnisse seiner Regierung angekündigt. Im Elysée-Palast stellte der Staatschef unter anderem eine deutliche Senkung der Einkommenssteuer für alle Beschäftigten in Aussicht. Zudem soll es einen Teuerungsausgleich für Rentner mit geringerem Einkommen geben. Im kommenden Jahr will Macron zudem prüfen lassen, ob die Vermögenssteuer wieder eingeführt wird, die seine Regierung weitgehend abgeschafft hatte. Gleichzeitig betonte der Präsident, an seinem politischen Kurs festzuhalten. Den Gelbwesten gehen die Pläne nicht weit genug. Anhänger der Bewegung protestieren seit Monaten gegen die Regierung und fordern mehr soziale Gerechtigkeit. Für morgen sind neue Demonstrationen angekündigt.| 26.04.2019 07:15 Uhr

Linke: Agrarflächen im Osten nicht privatisieren

Berlin: Die Linke hat sich dafür ausgesprochen, die Privatisierung von Agrarflächen in Ostdeutschland zu stoppen. Dabei geht es um ehemals volkseigene Flächen in der DDR, die von der Bodenverwertungs- und verwaltungs GmbH verkauft werden. Linken-Fraktionschef Bartsch sagte, der Bund dürfe über die Gesellschaft nicht weiter Ackerland privatisieren und so den Bodenmarkt anheizen. Bartsch schlägt vor, stattdessen auf langfristige Verpachtungen an junge Landwirte zu setzen. Die Verwertungsgesellschaft war nach der Wiedervereinigung gegründet worden, um auf Grundlage des Treuhandgesetzes Böden und Wälder zu privatisieren. Seit 2007 wurden 242.000 Hektar verkauft, das entspricht knapp der Fläche des Saarlands. Zwei Drittel gingen an frühere Pächter.| 26.04.2019 07:15 Uhr

Krebshilfe fordert umfassendes Tabakwerbeverbot

Osnabrück: Die Deutsche Krebshilfe hat ein umfassendes Tabakwerbeverbot auch für E-Zigaretten gefordert. Der Vorstandsvorsitzende der Organisation, Nettekoven, betonte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung", Deutschland sei bei den Werbeverboten europaweit ein "beschämendes Schlusslicht". Tabakerhitzer und E-Zigaretten seien im Vergleich zu Tabakrauch zwar schadstoffärmer, stellten aber dennoch für ihre Konsumenten eine Gesundheitsgefährdung dar. Weiterhin sprach sich Nettekoven dafür aus, die Abgabe von kostenlosen Zigaretten bei Werbeaktionen zu verbieten und die Tabaksteuer kontinuierlich zu erhöhen. Ein umfassendes Verbot der Plakatwerbung für Tabakwaren war in der vergangenen Legislaturperiode am Widerstand der Unionsfraktion im Bundestag gescheitert.| 26.04.2019 07:15 Uhr

Börse Kompakt

Der japanische Nikkei-Index liegt bei 22.181 Punkten. Das ist ein Minus von 0,6 Prozent. Der Dow Jones schloss bei 26.462 Punkten; minus 0,5 Prozent. Der Dax bei 12.283 Punkten; minus 0,3 Prozent. Der Euro steht bei einem Dollar 11 35.| 26.04.2019 07:15 Uhr