NDR Info Nachrichten vom 24.04.2019:

Zahl der U-Häftlinge deutlich gestiegen

Hamburg: In Deutschland gibt es trotz eines Rückgangs der Kriminalität deutlich mehr U-Häftlinge. Nach Recherchen des NDR stieg die Zahl von 2014 bis 2018 im Durchschnitt um ein Viertel. In Hamburg und Bremen hat sie sich fast verdoppelt. Als mögliche Gründe gaben die Justizministerien der Länder mehrere Faktoren an, unter anderem eine gestiegene Zahl ausländischer Tatverdächtiger in U-Haft, eine verstärkte Bekämpfung einzelner Straftaten und lange Verfahren.| 24.04.2019 04:00 Uhr

UN-Resolution gegen sexuelle Gewalt

New York: Auf deutsche Initiative hin hat der UN-Sicherheitsrat eine Resolution gegen sexuelle Gewalt in Krisengebieten beschlossen. 13 Mitglieder des Gremiums stimmten dafür; China und Russland enthielten sich. In dem Text werden die UN-Staaten aufgefordert, ihre Gesetzgebung zu solchen Gewaltakten zu verschärfen, Täter stärker zu verfolgen und Opfer besser zu versorgen. Bundesaußenminister Maas nannte die Resolution einen Meilenstein. Allerdings wurde der Text auf Druck der USA und anderer Staaten abgeschwächt.| 24.04.2019 04:00 Uhr

Kirchen rufen zum Schutz von Christen auf

Berlin: Nach den Anschlägen in Sri Lanka haben deutsche Kirchenvertreter zum weltweiten Schutz christlicher Minderheiten aufgerufen. In vielen Teilen der Welt würden Christen bedrängt und seien Ziel von Attentaten, sagte der Vorsitzende der katholischen Kommission Weltkirche, Schick, der Funke-Mediengruppe. Die Staaten hätten die Pflicht, gefährdete Minderheiten zu schützen. Deutschland und Europa müssten Regierungen in anderen Weltteilen nachdrücklich daran erinnern. Der Vizepräsident der Evangelischen Kirche, Gorski, sagte, die Religionsfreiheit sei ein elementares und unveräußerliches Menschenrecht. Die politisch Verantwortlichen müssten die Situation weltweit daraufhin genau im Blick behalten.| 24.04.2019 04:00 Uhr

Brasilien: Strafe für Ex-Präsident gesenkt

Brasília: Der oberste Gerichtshof in Brasilien hat die Haftstrafe für den verurteilten früheren Präsidenten Lula da Silva gesenkt. Die Richter verringerten sie von gut zwölf auf knapp neun Jahre. Damit könnte der 73-Jährige ab Herbst von Hafterleichterungen profitieren. Der ehemalige brasilianische Staatschef sitzt seit rund einem Jahr im Gefängnis. Er war wegen Korruption schuldig gesprochen worden.| 24.04.2019 04:00 Uhr